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Eschede Nur noch wenige Laster liefern bei Mariaglück an
Celler Land Eschede Nur noch wenige Laster liefern bei Mariaglück an
13:17 13.06.2010
Höfer

HÖFER. Zurzeit landen nur Salzlösungen aus der Asse im ehemaligen Bergwerk Mariaglück in Höfer. „Entsorgungs-Lösungen werden bis auf Weiteres nicht angenommen, sagt K+S-Pressesprecher Ulrich Göbel und stellt damit klar, dass Laugen aus der Rauchgasreinigung von Müllverbrennungsanlagen derzeit nicht zur Flutung des früheren Bergwerks in Höfer eingeleitet werden.

Seit dem 16. April ist K + S vom Landgericht Lüneburg durch einstweilige Verfügung untersagt, den Schacht Mariaglück mit Salzlösungen aus den Werken verschiedener Müllheizkraftwerke oder Müllverwertungsbetriebe derart zu befüllen, dass diese Lösungen auf das Grundstück des Ehepaars M. in Höfer gelangen. Dagegen hat das Unternehmen nach Göbels Angaben Widerspruch eingelegt.

Rein vorsorglich hat der Arbeitskreis Mariaglück, der sich kritisch mit der Flutung des Schachts auseinandersetzt, Höfers Einwohner aufgerufen, ungewöhnliche Fahrzeugbewegungen auf dem ehemaligen Schachtgelände zu melden. Nur weil nachts ein dort geparkter Lastzug wegfuhr, sei der Verdacht aufgekommen, dass nachts angeliefert werde, sagte Wolfgang Vogt vom Arbeitskreis. Es ist nichts gesehen worden, es ist nichts vorgefallen“, macht er deutlich. Nach seinen Worten ist der Anlieferverkehr stark zurückgegangen. „Es ist tote Hose, seit die Lastwagen aus Oberhausen, Essen und Hamburg nicht mehr kommen.“ Vogt ist mit dem derzeitigen Zustand nicht unzufrieden. „Wir haben in Höfer was erreicht.“ Das sei ohne Keule und Pappschilder gelungen.

In Kürze, wenn die Genehmigung des Betriebsplans vorliegt, sollen nach Göbels Angaben auch Schachtwässer aus Thiederhall nach Höfer kommen. Der Schacht in Salzgitter soll mit Schotter verfüllt werden, die überflüssige Lösung soll in Mariaglück eingelagert werden. Höfers Bürgermeister Michael Cruse sei über die Pläne informiert, sagt Göbel.

Von Joachim Gries