Eschede

Informationszentrum fr Besucher im Bahnhof

Welche Projekte in Eschede geplant sind und warum er es bedauert, dass die Randlage Eschede ihre Arbeit einstellt, sagt Eschedes Samtgemeindebrgermeister Gnter Berg.

  • Von Bernd Kohlmeier
  • 15. Juli 2009 | 14:20 Uhr
  • 10. Juni 2022
  • Von Bernd Kohlmeier
  • 15. Juli 2009 | 14:20 Uhr
  • 10. Juni 2022
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Eschede.

Welche Projekte in Eschede geplant sind und warum er es bedauert, dass die Randlage Eschede ihre Arbeit einstellt, sagt Eschedes Samtgemeindebrgermeister Gnter Berg.

CZ: In Eschede entsteht derzeit ein Aldi-Markt. Ist die Samtgemeinde damit berversorgt?

Berg: Eschede ist bisher schon sehr gut versorgt. Ein weiterer Mitbewerber bietet den Kunden mehr Auswahl, schafft eine Konkurrenzsituation und ermglicht Preisvergleiche. Einige sind zum Einkaufen wo anders hingefahren. Wir hoffen, dass diese Kufer hier bleiben und eventuell Kunden aus dem Celler Randgebiet dazukommen.

CZ: Werden alle Lebensmittelmrkte in Eschede dem Konkurrenzdruck standhalten knnen?

Berg: Ob es berlebenschancen fr alle gibt, kann ich nicht einschtzen. Wir knnen die Entwicklung nur beobachten. Fest steht, dass die Bevlkerung den neuen Aldi-Markt begrt.

CZ: Was fehlt im Bereich des Einzelhandels in Eschede?

Berg: Die Versorgung mit Kinderkleidung im Niedrigpreissegment wird hufig gewnscht, ebenso eine Mglichkeit, gebrauchte Kinderkleidung zu kaufen. Fr unsere Samtgemeinde mit rund 6500 Einwohnern ist es schwierig, an solche Anbieter heranzukommen. Fr bestimmte Ketten sind nur Orte ab 15000 Einwohnern interessant.

CZ: Welche Projekte sind in Eschede geplant?

Berg: Wir wollen das ehemalige Bistro im Bahnhof zum Besucherinformationszentrum umbauen. Hierfr versuchen wir jetzt, Frdergelder aus Natur erleben zu bekommen. Entstehen soll eine Anlaufstelle fr Besucher, die ber den Naturpark informiert und das Thema Naturschutz den Menschen nher bringt.

CZ: Wird das Lachte-Lutter-Projekt fr Naturfreunde erschlossen?

Berg: Der Landkreis Celle hat ein Wanderwegekonzept erarbeitet. Eine entsprechende Beschilderung wird auerdem vorbereitet.

CZ: In den Jugendtreff wird investiert. Was ist geplant?

Berg: Mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket I soll der Jugendtreff energetisch saniert werden. Das heit, das Gebude erhlt eine Wrmedmmung sowie neue Fenster und Tren. Das Konjunkturprogramm II ermglicht es, dass in der Grundschule in der Bahnhofstrae sechs Klassenrume eine neue Beleuchtung erhalten und Akustikdecken eingezogen werden. Ein weiteres Gebude der Grundschule erhlt im Obergeschoss eine Wrmedmmung zum Dach.

CZ: Wie beurteilen Sie die Ankndigung der Randlage Eschede, ihre Arbeit einzustellen?

Berg: Die Randlage hat ber einen langen Zeitraum ein ausgezeichnetes kulturelles Angebot hierher geholt. Dadurch wurde das sehr positive Image des Ortes als Kulturstandort weit ber die Grenzen des Landkreises hinausgetragen. Die Randlage hat ihr Programm sehr zurckgefahren und wir hoffen, dass auch knftig einmal jhrlich eine Veranstaltung stattfinden wird. Die Einweihung des neuenStandortes des Kunstwerks Kommen und Gehen wird die Initiative mitgestalten.