Freibad Eschede startet nach fast abgeschlossener Sanierung in die Saison
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Eschede Badevergnügen in Eschede steht nichts im Wege
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Freibad Eschede startet nach fast abgeschlossener Sanierung in die Saison

07:00 10.06.2021
Von Carsten Richter
Ab ins Wasser: Jean-Luca (links) und Luca beim Sprung ins Becken.
Ab ins Wasser: Jean-Luca (links) und Luca beim Sprung ins Becken. Quelle: Oliver Knoblich
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Eschede

Mit jedem Sprung ins Wasser fällt auch ein Stein der Erleichterung. Das Warten hat ein Ende. Endlich. Nach einem Jahr Sanierung atmen Betreiber und Gäste auf. Eine gelassene, entspannte Stimmung macht sich am Mittwochnachmittag breit auf dem Gelände am Brunshagen in Eschede. Das nächste Freibad im Landkreis ist in die Saison gestartet. Wenn auch mit etwas Verspätung – was nicht nur an Corona, sondern auch an den Bauarbeiten vor Ort lag.

In Eschede finden Badegäste ein rundum saniertes Freibad vor. Die CZ war am ersten Saisontag vor Ort.

Dauerschwimmer liegt viel am Escheder Freibad

Einer, der sich die wohltuende Abkühlung bei dem schwülwarmen Wetter besonders verdient hat, ist Rüdiger Winkelmann. Der 75-Jährige zieht genüsslich seine Bahnen durch das mit neuer hellblauer Folie ausgekleidete Schwimmerbecken. Er bezeichnet sich als "Dauerschwimmer", ist Stammgast im Freibad. Deshalb liegt ihm das Gelände auch so sehr am Herzen. "Wir sind Verfechter für den Erhalt des Bades", sagt seine Frau Gudrun (71). Sie kennen das Bad seit Jahrzehnten und gehören deshalb wie selbstverständlich zu den Ehrenamtlichen, die in den vergangenen zwölf Monaten erheblich zur Erneuerung beigetragen haben. "Ohne das Freibad wäre Eschede um einen Anziehungspunkt ärmer", ist Gudrun Winkelmann überzeugt.

Kleine und große Badegäste erfrischen sich im Wasser. Quelle: Carsten Richter

Ehrenamtliche haben bei Sanierung geholfen

Und ohne die Ehrenamtlichen wiederum wäre das Freibad ärmer. Mehr als 500.000 Euro hat die Sanierung gekostet. Ohne die Eigenleistungen wären einige Arbeiten nicht möglich gewesen. Im Juni 2020 hat die Rundumerneuerung begonnen – jedes Wochenende wurde das Bad ein Stück mehr vorangebracht. "Samstags waren die ersten Helfer bereits um 8 Uhr hier und sind nicht vor 16 Uhr gegangen. 10 bis 15 Helfer waren immer dabei", sagt Schwimmmeisterin Christine Fleger rückblickend.

70 Eintrittskarten in einer Stunde verkauft

Ihr Mann Joachim Gries sitzt am Mittwochnachmittag an der Kasse. Nach einer Stunde hat er schon mehr als 70 Eintrittskarten verkauft – kein schlechter Start. "Ich bin erstaunt", sagt Fleger über den guten Zuspruch. Besonders freut sie sich über viele Jugendliche. Ihr Telefon klingelt – es geht um Schwimmkurse in den Sommerferien. Auch das ist nun wieder möglich.

Die Beckeninsel wurde erneuert. Quelle: Oliver Knoblich

Sanierung mit vielen Eigenleistungen ermöglicht

Die zwölfjährige Charlotte hat der Freibadsaison entgegengefiebert. "Am Anfang war es noch ganz schön kalt", erzählt die Schülerin nach dem ersten Sprung ins 21 Grad warme Wasser. "Cool, dass alles neu gemacht wurde", sagt sie. Charlotte ist mit ihrer Mutter per Fahrrad ins "Fresch", wie das Escheder Freibad offiziell heißt, gekommen. "Wir kaufen jedes Jahr eine Familienkarte", erzählt Annett Stechert. Die neu gestaltete Beckeninsel mit der Treppe fällt ihr gleich ins Auge – auch das wurde nur dank der Eigenleistungen möglich.

Die Sanierung ist so gut wie abgeschlossen. Ein Teil der Liegewiese ist noch abgesperrt, nachdem dort neuer Rasen eingesät wurde. Rutsche und Sprungturm werden noch geliefert. Ein Grund, länger mit der Saisoneröffnung zu warten, war das für die Betreiber nicht.

Das Escheder Freibad wurde rundum erneuert. Quelle: Carsten Richter

Freibad-Team in Eschede achtet auf Corona-Regeln

Bei aller Freude: Noch ist die Pandemie nicht vorbei. Das Freibad-Team achtet auf die Einhaltung der Corona-Maßnahmen. "Das klappt gut. Die Leute wissen, dass sie Abstand halten müssen", sagt Fleger. Maximal 500 Gäste dürfen sich auf dem Gelände aufhalten. Durch personalisierte Saisonkarten werden die Daten einiger Besucher erfasst, außerdem besteht die Möglichkeit, sich per Luca-App zu registrieren.

Badegäste genießen Erfrischung

"Der heimische Pool war uns zu klein", sagt der elf Jahre alte Jonas aus Höfer. Bis am 20. Juni auch das Heideschwimmbad den Badebetrieb startet, geht es für ihn und seine Schwester Nele (8) eben nach Eschede. Für sie und die anderen Besucher zählt eben nur eines: schnell ins Wasser und abkühlen.

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