Brand in Bewohnerzimmer

Feuer in Weyhausen: Suchthilfe-Haus unbewohnbar

In der Suchthilfeeinrichtung Haus in der Heide in Weyhausen hat es gebrannt. Darum war es fr die Feuerwehr ein schwieriger Kampf gegen die Flammen.

  • Von Christian Link
  • 25. Mai 2021 | 18:18 Uhr
  • 10. Juni 2022
  • Von Christian Link
  • 25. Mai 2021 | 18:18 Uhr
  • 10. Juni 2022
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Weyhausen.

Die Suchthilfeeinrichtung Haus in der Heide kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Ttungsdelikt an einem 49-jhrigen Bewohner am ersten Maiwochenende ist es nun am Dienstag zu einem Brand in dem Gebude mitten in Weyhausen gekommen. Die Feuerwehren aus Eschede und Unterl kmpften mit einem Groaufgebot gegen die Flammen. Die 20 Bewohner mssen bis auf Weiteres anderweitig untergebracht werden.

Um 7.45 Uhr schrillte bei der Feuerwehr Eschede der Alarm: Das "Haus in der Heide" meldete einen Zimmerbrand. Aufgrund der langen Anfahrtszeit und zunchst unklaren Gefahrenlage wurden auch die Ortsfeuerwehren aus Habighorst, Hfer, Unterl sowie die Drehleiter aus Celle zur Verstrkung angefordert. Laut Eschedes Ortsbrandmeister Gerald Lange waren insgesamt 58 Kameraden im Einsatz. Mehrere Streifenwagen der Polizei sowie Rettungskrfte von DRK und Johannitern waren auerdem vor Ort.

Zimmer in Suchthilfeeinrichtung in Weyhausen in Flammen

Als Rettungskrfte eintrafen, stand zwar ein Zimmer im Obergeschoss lichterloh in Flammen und der Rauch war schon von Weitem zu sehen. Doch Menschenleben waren nicht in Gefahr. Die Mitarbeiter hatten das Gebude mit nahezu zwanzig Bewohnern bereits evakuiert, berichtet Polizeisprecherin Birgit Insinger.

Keine Hydranten: Feuerwehr holt Lschwasser aus Tiefbrunnen

Unter Atemschutz strmte ein Lschtrupp ins Gebude, whrend ein anderer ber Steckleitern in den Brandraum kletterte. Fr die Feuerwehr war der Einsatz nicht ganz einfach, weil es in Weyhausen keine Hydranten gibt. Das Lschwasser mussten die Brandbekmpfer aus einem Tiefbrunnen entnehmen, der etwa 400 Meter vom Brandort entfernt liegt.

Lange & Co. waren darauf jedoch eingestellt. Das war bestimmt schon der dritte Brand in der Einrichtung, den ich miterlebt habe, sagt der Ortsbrandmeister.

Brandexperten der Polizei haben Ermittlungen aufgenommen

Ob das Feuer, das in einem der Bewohnerzimmer ausgebrochen war, mutwillig oder fahrlssig verursacht wurde, ist noch klar. Die Brandexperten der Kriminalpolizei haben Ermittlungen aufgenommen. Das Zimmer wurde komplett zerstrt, die Schadenshhe ist aber noch unklar. Durch den Brandrauch ist auch viel Schaden im restlichen Haus entstanden, wei Lange.

Die Flammen htten sich zudem auch auf ein Nachbarzimmer und durch die Zwischendecke hindurch ausgebreitet. Das Feuer hat auch schon am Dachstuhl geknabbert, sagt der Ortsbrandmeister. Zur Kontrolle mussten die Feuerwehrleute auch einen Teil der Dachhaut abnehmen, weil die Wrmebildkamera hier Glutnester anzeigte, weshalb sich die Lscharbeiten auch lange hinzogen. Erst um 10.10 Uhr meldete der Einsatzleiter: Feuer aus!

"Haus in der Heide" in Weyhausen nach Feuer nicht bewohnbar

Ein Mitarbeiter der Einrichtung kam mit Verdacht auf Rauchvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus, ansonsten wurde niemand verletzt. Das komplette Gebude ist zurzeit nicht bewohnbar. Die Heimbewohner wurden anderweitig untergebracht, sagt Insinger. Der Heimbetreiber war fr eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Laut dem Amtsgericht Lneburg hat Ende April die Cumanitas Heidehof GmbH die Suchthilfeeinrichtung bernommen. Unter der alten Telefonnummer ist die Firma mit Sitz in Celle jedoch nicht mehr zu erreichen und auf ihrer Internetseite ist kein Impressum hinterlegt.

Bundesstrae 191 in Weyhausen zeitweise komplett gesperrt

Whrend der Lscharbeiten war die Bundesstrae 191 in Weyhausen etwa anderthalb Stunden komplett gesperrt. In dieser Zeit musste der Verkehr weitrumig ber Sprakensehl und Breitenhees umgeleitet werden. Anschlieend war zumindest eine Fahrbahn wieder frei.