Vor Demonstrationen

Berg strkt Escheder Bndnis gegen NPD Rcken

Das nchste Demonstrationswochenende steht in Eschede bevor. Das Bndnis gegen Rechtsextremismus bekommt im Vorfeld Rckendeckung.

  • Von Carsten Richter
  • 18. Sept. 2020 | 17:54 Uhr
  • 10. Juni 2022
  • Von Carsten Richter
  • 18. Sept. 2020 | 17:54 Uhr
  • 10. Juni 2022
Anzeige
Eschede.

Vor der fr diesen Samstag angemeldeten Demonstration der NPD durch Eschede hat das rtliche Bndnis gegen Rechtsextremismus Rckenwind bekommen: Brgermeister Gnter Berg hat im "Eschenblatt", dem Mitteilungsblatt der Gemeinde, ausdrcklich auf die demokratische Gegenveranstaltung hingewiesen und dazu ermuntert, an die friedlichen Protestaktionen am 21. Dezember 2019 und am 13. Juni dieses Jahres anzuknpfen.

Berg: Von NPD nicht einschchtern lassen

"Wir lassen uns vom Auftreten der NPD nicht einschchtern oder verngstigen", so der Verwaltungschef. Die Neonazis hatten im Frhjahr versucht, ber soziale Medien mit Vertretern von Vereinen Kontakt aufzunehmen. Krzlich hatte die NPD zudem Flyer im Ort verteilt. Berg bezeichnet die Aktivitten als "sehr provokativ und inakzeptabel".

Brgermeister warnt vor Bau eines Schulungszentrums

Gleichzeitig vergleicht der Brgermeister den Kauf des Nahtz-Hofs durch die NPD mit dem Fall Hetendorf, wo der rechtsextreme Anwalt und sptere NPD-Funktionr Jrgen Rieger das ehemalige Lobetal-Heim gekauft und zu einem Veranstaltungszentrum fr Neonazis umgebaut hatte. "Die Partei mchte den Hof am Finkenberg in ein bundesweit genutztes Schulungs- und Aktionszentrum umbauen, um ihre menschenverachtende Ideologie noch gezielter umsetzen knnen", warnte Berg. Er wies auch darauf hin, dass der niederschsische Verfassungsschutz davon ausgehe, dass "das Anwesen in Eschede weiterhin intensiv von der Partei selbst oder auch von anderen rechtsextremistischen Organisationen genutzt werden wird", wie es im Verfassungsschutzbericht heit.

Escheder Brgermeister: NPD und Antifa nicht gleichsetzen

Die "vermeintlichen Strer der Antifa" sollten nicht vorschnell mit den "Verfassungsfeinden der NPD" verglichen werden, so Berg im Vorfeld der heutigen Demonstrationen. Bei der Demo am 20. Juni hatten einige rabiate Antifa-Gruppen den Protest gegen die Neonazis getrbt. Das Bndnis gegen Rechtsextremismus hatte danach Kritik an der Polizei und der stundenlangen Blockade der B191 gebt.

Polizei Celle sieht sich "intensiv vorbereitet"

Werden die Beamten heute mit mehr Krften vor Ort sein? Die Polizei machte dazu im Vorfeld nur vage Angaben. Sowohl die Zahl der eingesetzten Kollegen als auch die Einsatzablufe orientierten sich stets an den angezeigten Versammlungen und der jeweils aktuellen Lage, sagte Sprecherin Anne Hasselmann. Der Einsatz sei "intensiv vorbereitet".

Landkreis Celle weist auf Versammlungsfreiheit hin

Sowohl die Polizei als auch der Landkreis Celle weisen auf das Versammlungsrecht hin, das allen Parteien zustehe. "Der Kreis entscheidet nicht, ob eine Versammlung stattfindet. Versammlungsfreiheit ist ein Grundrecht", betonte Landkreis-Sprecher Tore Harmening.