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Eschede „Eschede muckt auf!“ mit sechs Bands
Celler Land Eschede „Eschede muckt auf!“ mit sechs Bands
13:22 13.06.2010
Die drei Musiker von „3rd Grade Burn“ präsentieren eine Fusion aus drückenden Riffs und energiegeladener Liveshow.
Die drei Musiker von „3rd Grade Burn“ präsentieren eine Fusion aus drückenden Riffs und energiegeladener Liveshow. Quelle: Fremdfotos / Texte Eingesandt
Eschede

Von leisen Tönen zur Akustik-Gitarre über Evergreens der Rockgeschichte bis zu Pop-Punk und energiegeladener Liveshow reicht die musikalische Bandbreite, die morgen ab 18.30 Uhr unter dem Titel „Eschede muckt auf!“ in der Glockenkolkhalle Eschede zu hören ist. „Nur zu 2t“, „Fresch“, „Fire in Fairyland“, „Backdraft“, „What­Ever“ und „3rd Grade Burn“, in dieser Reihenfolge treten die Bands aus der Region auf, gemeinsam wollen sie mit dem Festival dem Rechtsextremismus eine Absage erteilen. Der Eintritt ist frei.

In den Umbaupausen kommen Vertreter von Polizei und Verfassungsschutz, Landkreis-Jugendpflege, Kirche und Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus zu Wort und werden Auskunft zum Thema Rechtsextremismus und Neonazis in der Region und zu den Treffen in Eschede geben.

Veranstaltet wird das Festival von der Gemeinde Eschede, finanziell unterstützt wird es von niedersächsischen Innenministerium. Organisiert und durchgeführt wird es von dem im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Arbeitskreis „Gemeinsam gegen Extremismus“. Unterstützung erhalten die Mitglieder, die vom Einlass bis zur Betreuung im Backstage-Bereich alle Aufgaben übernommen haben, durch den Freundeskreis Barneville-Carteret, der die gastronomische Versorgung der Besucher übernommen hat.

Dass die Veranstaltung morgen stattfindet, wird im Arbeitskreis schon als Erfolg gewertet, wurde dem Ort bisher oft nachgesagt, dass er nichts gegen die Nazi-Veranstaltungen unternimmt. Im Sommer vergangenen Jahres hatte es erstmals eine Demonstration gegen die Treffen von Rechtsextremisten bei Landwirt Joachim Nahtz gegeben. Angemeldet worden war sie von der Antifaschistischen Aktion Lüneburg-Uelzen. Der Escheder Arbeitskreis hatte Ende September zu einer Demonstration an der Abzweigung zum Nahtz-Hof aufgerufen, wo sich Nazis zum Erntefest trafen.

„Wir wollen mit der Veranstaltung demonstrieren, dass wir gegen jegliche Art von Gewalt und Rechtsextremismus sind. Wir müssen hier in Eschede unseren eigenen Weg des Protestes finden“, sagt Eschedes Verwaltungschef Günter Berg.

Von Joachim Gries