KZ Bergen-Belsen berlebt

Holocaust-berlebender in Ukraine gettet

Boris Romantschenko hatte die KZs Bergen-Belsen, Buchenwald, Peenemnde und Dora berlebt. Nun soll er bei einem Angriff in Charkiw ums Leben gekommen sein.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 21. Mar 2022 | 14:02 Uhr
  • 10. Jun 2022
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  • 21. Mar 2022 | 14:02 Uhr
  • 10. Jun 2022
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Lohheide.

Ein berlebender des Konzentrationslagers Bergen-Belsen und Buchenwald ist nach Angaben der Gedenkstttenstiftung bei einem Bombenangriff in Charkiw gettet worden.

Bei Bombenangriff in Charkiw gettet

Der 96-jhrige Boris Romantschenko sei bereits am Freitag durch einen Angriff auf ein mehrstckiges Wohnhaus in der ostukrainischen Stadt ums Leben gekommen, sagte der Direktor der Stiftung Gedenksttten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner. Er berief sich dabei auf Informationen eines langjhrigen Vertrauten der Stiftung in Charkiw. Der Historiker Wagner war von 2014 bis 2020 Leiter der Stiftung niederschsische Gedenksttten in Celle und der Gedenksttte Bergen-Belsen.

KZ-berlebender hat Buchenwald und Bergen-Belsen berlebt

Romantschenko habe die KZs Buchenwald, Peenemnde, Dora und Bergen-Belsen berlebt, teilte die Stiftung auf Twitter mit. Er sei Vizeprsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora gewesen.

Seit den 1990er Jahren sei er regelmig zu Veranstaltungen auf dem Gelnde des ehemaligen Konzentrationslagers bei Weimar gekommen, sagte Wagner. Seine Wohnung in Charkiw habe Romantschenko seit Monaten nicht verlassen - aus Angst, sich mit Corona zu infizieren.

Gedenkstttenstiftung besorgt wegen Ukraine-Krieg

Wagner hatte sich schon zu Beginn des Krieges in der Ukraine besorgt um die dort lebenden KZ-berlebenden gezeigt. Es sei "besonders tragisch fr die ukrainischen KZ-berlebenden, die mit den russischen Hftlingen in den Lagern gelitten haben, und die nun im Luftschutzkeller sitzen und von russischen Bomben mit dem Leben bedroht werden", hatte er gesagt.

Ende Februar hatte Jens-Christian Wagner vor dem Celler Schloss noch an einer Ukraine-Solidarittsveranstaltung teilgenommen. Der ehemalige Leiter der Gedenksttte Bergen-Belsen machte dort aus seiner Emprung keinen Hehl: Putin und seine Vasallen missbrauchen die Geschichte . Das mssen wir alle zurckweisen. Ein Weltkrieg ist so gefhrlich nahe wie seit 1945 nicht."

Von Dpa

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