Theaterstck "Philotes"

Keine unendlichen Neustarts im echten Leben

Schlern der Anne-Frank-Oberschule in Bergen wurde das Stck "Philotes" ber virtuelle Welten und die Bedeutung von Freundschaft gezeigt.

  • Von Susanne Harbott
  • 23. Nov. 2021 | 15:41 Uhr
  • 10. Juni 2022
  • Von Susanne Harbott
  • 23. Nov. 2021 | 15:41 Uhr
  • 10. Juni 2022
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Bergen.

Die Schlerinnen und Schler des 7. Jahrgangs der Anne-Frank-Oberschule bekamen das Theaterstck Philotes in der Sporthalle zu sehen. Philotes ist der Name der griechischen Gttin der Freundschaft und in diesem Theaterstck der Name eines Computerspiels, in das die Figur Emmy immer mehr abtaucht und schlielich alles andere vernachlssigt. Die Freundschaft zu Tom, ihrem Tischtennispartner, leidet darunter und droht sogar zu zerbrechen, als Tom Emmy als Freundin dringend braucht. Im realen Leben gibt es eben keine unendlichen Neustarts wie in der virtuellen Spielewelt.

Junges Publikum immer wieder einbezogen

Das Stck des mobilen Theaters theaterspiel, geschrieben von und inszeniert von Beate Albrecht zeigt die verschwimmenden Grenzen zwischen realer und virtueller Welt, die Folgen einer Computerspielsucht, aber auch verborgene ngste, jugendliche Selbstzweifel und den Wert der Freundschaft. Dabei ist das Theaterstck interaktiv aufbereitet, indem die Schauspieler zum Teil aus ihrer Rolle schlpfen und ihr Publikum fragen, wie sie etwa als Mutter oder Vater von Emmy gehandelt htten. Auf die Frage, wie viele Stunden am Tag fr Computerspiele ein Kind spielen sollte, meldeten sich die meisten Siebtklssler erst bei dem Vorschlag mehr als 5 Stunden. Bei der Frage, ob ihre Eltern ihnen das Spielen auch fr ein paar Tage verbieten wrden, antwortete ein Schler: Ja, aber nach zwei Stunden bekomme ich dann die Spielkonsole sowieso wieder, weil die sich eh nicht fr mich interessieren.

Verlockende Spielbelohnungen

Wie nah das Stck sich an der Lebenswelt der Jugendlichen orientiert, zeigt auch die moderne Inszenierung. Mit Stimmenverzerrer kommt zwischendurch eine Stimme aus dem Computerspiel aus dem Off, die Emmy immer wieder zum Weiterspielen auffordert und sie mit verlockenden Spielbelohnungen verfhrt - das Spielprinzip vieler tatschlich existierender und aktuell beliebten Computerspiele.

Fnf-Finger-Regel gelernt

Eine praktische Fnf-Finger-Regel haben Lehrkrfte und Schler auf jeden Fall mit nach Hause genommen. Wer zwei von den folgenden Faktoren vernachlssigt, ist spielsuchtgefhrdet: Familie, Freunde, Hobbys, Schule oder sich selbst.