Neubau sinnvoller?

Hinrich-Wolff-Schule: Entscheidung rückt näher

Die Berger Politik beschäftigt sich wieder mit der Zukunft der Hinrich-Wolff-Schule. Diese Entscheidung steht jetzt an.

  • Von Christopher Menge
  • 07. Juni 2022 | 15:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Christopher Menge
  • 07. Juni 2022 | 15:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
Anzeige
Bergen.

Eine klare Forderung hatte der Berger Stadtrat in der Sitzung vor Weihnachten formuliert – es soll nun endlich ein Gutachten für die Hinrich-Wolff-Schule (HWS) erstellt werden, damit die Politik entscheiden kann – Neubau voraussichtlich im Baugebiet "Heisterkamp Süd" oder Sanierung und Erweiterung des derzeitigen Gebäudes. Nun steht das Thema "Zukunft der Hinrich-Wolff-Schule" in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Stadtplanung (Mittwoch, 8. Juni, 18 Uhr, Stadthaus) wieder auf der Tagesordnung. Konkret sollen nun die Kriterien festgelegt werden, nach denen die beiden Varianten untersucht werden sollen. Dabei geht es nicht nur um die Zukunft der Grundschule, sondern auch um die des Rathauses.

Jetzige Hinrich-Wolff-Schule soll zu Berger Rathaus werden

Im Blick hat die Stadtverwaltung die Gebäude Hinrich-Wolff-Schule, Rathaus, Am Museum 3 sowie die angemieteten Räumlichkeiten an der Harburger Straße (Bauamt sowie Kfz-Anmeldestelle). Bürgermeisterin Claudia Dettmar-Müller hatte bereits vor einem Jahr ausführlich über ihre Pläne berichtet: Die Grundschule wird im neuen Baugebiet Heisterkamp Süd neu gebaut, die Stadtverwaltung zieht in das Gebäude der Hinrich-Wolff-Schule und im Rathaus entsteht ein Mehrgenerationenhaus. Das Gebäude Am Museum 3 könnte dann verkauft werden. Genauso wird nun unter anderem aber auch die Variante "Neubau der HWS", Verkauf des Bestandsgebäudes und Sanierung des Rathauses untersucht.

Verhältnis von wirtschaftlicher zu qualitativer Bewertung wird festgelegt

"Nach Festlegung der Kriterien und ihrer Gewichtung erfolgt die Bewertung des Erfüllungsgrades jedes Kriteriums in den einzelnen Varianten", sagt Bauamtsleiter Jan Thomas. "Die fachliche Bewertung erfolgt durch die Fachabteilungen der Verwaltung in Abstimmung mit der Schulleitung." Empfohlen werde, dass die qualitativen Bewertungsergebnisse, "Städtebau", "Organisatorisches", "Gebäudespezifisches", "Nachhaltigkeit" und "Pädagogisches Konzept", insgesamt zu 40 Prozent in die Kosten-Nutzen-Analyse einfließen, 60 Prozent sollen die wirtschaftlichen Indikatoren ausmachen. Das Verhältnis von wirtschaftlicher zu qualitativer Bewertung kann allerdings auch verändert werden.

Zuvor hatte Jan Thomas die Zukunft der Hinrich-Wolff-Schule schon als Schlüsselfrage bezeichnet. Daher will die Politik möglichst schnell entscheiden können.