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Bergen Stadt Bergens Bürgerpark aufwerten
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Stadt Bergens Bürgerpark aufwerten
13:23 13.06.2010
Bergen

So wollen die Gutachter unter anderem eine Stärkung der Stadtmitte erreichen. Dabei geht es laut Horst Heinicke, Leiter der Abteilung Raum und Umweltplanung bei der GfL, besonders um die Entwicklung des ehemaligen NAAFI-Shops und der Einkaufspassage. Gleichzeitig befürworten die Planer das Anwerben eines großen Einzelhandelsunternehmens, um mehr Kunden in den Stadtkern zu locken.

Der historische Stadtkern um Rathaus und Kirche muss nach Meinung der GfL stärker herausgearbeitet werden und Bergen soll eine direkte Fuß- und Radwegverbindung von der Celler Straße zum Bürgerpark schaffen. Im Park selber soll der Bach umgelegt werden und das geplante Regenrückhaltebecken naturnah gestaltet werden. In den beiden letzten Abschnitten des Lösungspaketes soll die Celler Straße als „Einkaufsmeile“ gestärkt und die Jugend- und Kulturarbeit verbessert werden.

Politiker aller Parteien und Bürgermeister Rainer Prokop begrüßten die Ideen. Allerdings gab es bei der Vorstellung im Ausschuss für Stadtentwicklung schon eine heftige Diskussion über das Gutachten.

Dabei ging es zum einem um die Frage, wie schlecht es wirklich um die Stadt Bergen bestellt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rüdiger von Borcke sprach von „teilweise beängstigen Zahlen, die aber glücklicherweise nur eine Prognose sind.“

Heftigen Widerspruch über die Interpretation, dass es um Bergen derzeit schlecht bestellt sei, erntete von Borcke von Bürgermeister Prokop. „Hier ist zwar nicht alles eitel Sonnenschein, aber das Bergen kurz vor dem Aus steht trifft schlicht nicht zu“, sagte Prokop. Bergen seien im Gegenteil in der Vergangenheit viele Förderungen versagt geblieben, weil es der Stadt so gut gehe.

Heiß diskutiert wurde auch das Thema Finanzen. Sollte alle Vorschläge für die Ziel-1-Mittel bewilligt werden, müsste Bergen wohl zwischen drei und fünf Millionen Euro in die Hand nehmen, um die Mittel für die Kofinanzierung aufzubringen. „Auf die Diskussionen im Rat bin ich dann schon sehr gespannt“, sagte Prokop mit Blick auf die strikte Ausgabenbegrenzung der vergangenen Jahre. Sowohl Politik als auch Verwaltung gehen aber offenbar davon aus, dass nur ein Teil der Ideen genehmigt werden, so dass die Summe wohl wesentlich geringer ausfallen dürfte.

Die GfL will in den kommenden Tagen die Finanzierung der einzelnen Vorschläge erarbeiten. Am 21. September soll das Gutachten dann komplett fertig sein, so dass es als Antrag eingereicht werden kann.

Von Tore Harmening