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Bergen Ortsteile Kein Hinweis auf Brandstiftung
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Ortsteile Kein Hinweis auf Brandstiftung
14:44 13.06.2010
Matthias Harling steht vor einem Teil seines Unternehmens, das abgebrannt ist.
Matthias Harling steht vor einem Teil seines Unternehmens, das abgebrannt ist. Quelle: Udo Genth
Eversen

Die Ursache für den Brand im Eversener Sägewerk steht noch nicht fest, sagt der Betriebsleiter Matthias Harling. Die Kriminalpolizei hat allerdings umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. „Derzeit geht die Polizei von einem technischen Fehler aus“, sagt Harling. Es gäbe keinen Hinweis auf Fremdverschulden wie etwa Brandstiftung. Dass der älteste Teil des Betriebes abgebrannt ist, lässt keinen Schluss auf eventuell überalterte Einrichtungen wie beispielsweise Stromleitungen zu. „Erst in diesem Jahr wurde im Rahmen der zweijährigen technischen Routineuntersuchung alles überprüft und für sicher befunden“, sagt Harling.

Konkreter ist dagegen der Umfang des Feuers auszumachen. Die Trennbandsägeanlage und die Hobelei sind betroffen. Zwei Trennbandsägen, die wegen ihrer Größe teilweise in den Boden eingelassen sind, wurden komplett vernichtet. Demnach steht dem Unternehmen auf absehbare Zeit lediglich eine Trennbandsäge zur Verfügung. Die Hobelei ist zwar ein Raub der Flammen geworden, die Maschinen blieben hingegen erhalten. Schwerer wiegt der Schaden bei den Silos, denn alle drei sind durch den Brand zerstört worden. Matthias Harling und seine Mitarbeiter haben schnell gehandelt und nach Ausweichlösungen gesucht – und gefunden. „Statt die Holzspäne in Silos zu lagern, werden wir sie nun direkt in Lkw-Container blasen“, erläutert er eine Maßnahme, durch die zwischenzeitlich die Silolagerung umgangen wird. Ähnliches gilt für die Hobelei, in der nach Harlings Einschätzung in drei Wochen wohl wieder normaler Betrieb möglich sein wird. So ganz lassen sich die Auswirkungen noch nicht übersehen, aber in Kürze „läuft alles wieder in geordneten Bahnen“, nimmt Harling an. Deshalb ist er der Meinung, dass das Feuer keine schwerwiegenden Auswirkungen für die rund 80 Mitarbeiter haben wird.

Die räumliche Ausdehnung des Unternehmens hat verhindert, dass die Feuersbrunst den gesamten Betrieb betroffen hat. Harling macht zudem den Wind dafür verantwortlich, dass der Brand nicht noch größere Dimensionen angenommen hat. Der Wind blies nämlich von Westen her und deshalb blieb der Brand auf das Sägewerk beschränkt. Schlimm genug, aber bei Ostwind hätte das Feuer auf die Fachwerkbauten und hölzernen Schuppen in unmittelbarer Nachbarschaft überspringen können. „Hier haben die Feuerwehren gute Arbeit geleistet“, lobt Harling die eingesetzten Kräfte der verschiedenen Wehren.

Von Udo Genth