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Bergen Ortsteile KWS liegt an jetzt an Ferdinant-von-Lochow-Straße
Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Ortsteile KWS liegt an jetzt an Ferdinant-von-Lochow-Straße
12:50 13.06.2010
Die Geschäftsführer Reinhard von Broock und Jürgen Leitzke protent zusammen mit den Nachbarn dem neuen Straßenschild undd amit Namen zu.
Die Geschäftsführer Reinhard von Broock und Jürgen Leitzke protent zusammen mit den Nachbarn dem neuen Straßenschild undd amit Namen zu. Quelle: nicht zugewiesen
Wohlde

Mit einem Gläschen Sekt prosteten Reinhard von Broock und Jürgen Leitzke, Geschäftsführer der KWS Lochow GmbH in Wohlde, zusammen mit Nachbarn und Bergens Bürgermeister Rainer Prokop dem neuen Straßenschild zu. Mit der kleinen Feier nahmen sie die Umbenennung des Bollersener Weges in Ferdinand-von-Lochow-Straße auch offiziell noch einmal vor.

„Die Umbenennung war uns ein wichtiges Anliegen, weil wir damit unsere Adresse aufwerten und eine besondere Persönlichkeit ehren“, sagte Reinhard von Broock. Er dankte den Nachbarn für ihre Mithilfe.

1871 hatte Ferdinand von Lochow in dem Ort Petkus 70 Kilometer südlich von Berlin mit der Züchtung von Hybrid-Roggen begonnen.

Das war der Grundstein der Firma KWS Lochow GmbH, die im Zuge der Kriegswirren 1944 nach Westdeutschland kam und in Bergen eine neue Heimat fand.

„Beim Thema Hybrid-Roggen sind wir immer noch führend“, berichtete Jürgen Leitzke am Rande der Feierstunde. Und nicht nur da. Die Firma, die im Jahr europaweit etwa 80 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, ist nach eigenen Angaben eines der führenden europäischen Unternehmen bei der Getreidezüchtung und dem Vertrieb. Je zur Hälfte erwirtschaftet das Unternehmen seine Erträge auf dem heimischen und dem ausländischen Markt. In Wohlde, der Zentrale der KWS Lochow GmbH, sind derzeit rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. In ganz Europa sind es 360.

Auch für die kommenden Jahre erwarten Leitzke und von Broock eine positive Entwicklung für das Unternehmen. „Der osteuropäische Markt bietet gute Wachstumschancen“, sagt Leitzke. Längerfristig können sich die Verantwortlichen die Expansion in Märkte wie die USA vorstellen.

Kräftig weiter investiert wird bei der Tochter der Einbecker Firma KWS Saat AG in die Forschung. „Die Nachfrage nach Lebensmittel wächst. Das verfügbare Land wird hingegen geringer. Dafür braucht es Lösungen“, sagt von Broock.

Von Tore Harmening