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Celler Land Bergen und Lohheide Bergen Ortsteile Gigant trotzt Naturgewalten
15:48 27.04.2010
Hans-W. Mehnert an der Hutebuche von Huxahl
Hans-W. Mehnert an der Hutebuche von Huxahl Quelle: nicht zugewiesen
Huxahl

Hans-Werner Mehnert, früherer Forstwirt und Pastor im Ruhestand, schätzt sie auf mindestens 200 Jahre. „Man sollte diesen einzigartigen Baum besuchen und sich an ihm freuen, solange er uns in seinem Überlebenskampf noch beeindrucken kann“, sagt Mehnert.

Im Gegensatz zu Eichen, die sich dank ihrer Gerbsäure gegen Schädlinge gut wehren können, sind Buchen normalerweise nicht so zäh und werden selten 200 Jahre alt. „Auch der alten Hutebuche sieht man ihren Überlebenskampf an, zahlreiche mannsstarke Äste wurden schon entfernt, weil sie trocken wurden“, erklärt Mehnert. Zunderschwämme und andere Pilze, Saftfluss und Faulstellen signalisieren, dass ihre Jahre gezählt sind. „Dennoch ist es beeindruckend, wie dieser Baumgigant bislang Wind und Wetter getrotzt hat und jedes Frühjahr wieder austreibt“, sagt Mehnert.

Ein Hutebaum ist ein im Zusammenhang mit intensiver Beweidung (Hute) entstandener Baum. Bis ins 19. Jahhundert ließen die Bauern auch geeignete Buchen stehen, die dem Vieh mit ihren Bucheckern als Nahrung dienten.

„Meine Familie besucht oft diesen schönen, höher gelegenen Platz der Hutebuche am Rande eines Wäldchens“, erklärt Mehnert. „Bei gutem Wetter hat man eine ausgezeichnete Fernsicht über den Naturpark Südheide, übers Lüßplateau und bis zum Sendemast an der B4 bei Breitenhees.“

Von Birte March