Echtzeit-Fahrgastinfos

Bushaltestellen in und um Celle werden digital

Zehn Busstopps im Kreis Celle sollen nächstes Jahr digitale Fahrgastinfos mit Echtzeit-Anzeige haben. Sowas gibt's bisher nur am Schloss – mit Einschränkung.

  • Von Marius Klingemann
  • 12. Juni 2022 | 09:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Marius Klingemann
  • 12. Juni 2022 | 09:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
Anzeige
Celle.

Wann kommt mein Bus? Eine Antwort auf diese Frage sollen CeBus-Fahrgäste ab kommendem Jahr an mehreren Haltestellen in digitaler Form bekommen – und das auf die Minute genau. Im Zuge des Projekts „Schaffung eines Echtzeit-Informationssystems", bei dem der Kreis die Federführung hat, erhalten folgende Stationen in Celle die entsprechenden Anzeiger: „Bahnhofsvorplatz“, „Bahnhofstraße“, „Heeseplatz“ und „Union“.

Im Umland kommen "Küsterdamm" in Winsen, „Alter Bahnhof“ in Wietze, „Ortsmitte“ in Hermannsburg und Lachendorf sowie „Bahnhof“ in Unterlüß und Eschede dazu.

Schloßplatz: Digital-Fahrgastinfos noch nicht in Echtzeit

Aktuell gibt es solche digital Infos nur am Celler Schloßplatz, dafür bereits seit 2008. Hier werden die Uhrzeiten angezeigt, zu denen die Busse planmäßig ankommen – allerdings nicht in Echtzeit, wie Kreissprecher Tore Harmening erklärt. "Hier wird derzeit noch geprüft, ob und wie eine Einbindung in das System erfolgen könnte", heißt es weiter. Einen Schritt weiter will man bei den genannten Haltepunkten sein, "im Frühjahr 2023 rechnen wir dem Abschluss der notwendigen Arbeiten". Losgehen sollen diese im Herbst.

Für die Anzeiger braucht es jeweils ein etwa einen Quadratmeter umfassendes Fundament, dazu entsprechende Stromversorgung. "Über die Fahrscheindrucker in den Bussen wird dann die aktuelle Position an das Betriebsleitsystem übermittelt", erklärt Harmening. Aus diesen Daten errechnet sich die Ankunftszeit an den "bestückten" Haltestellen.

Digitale Bushaltestellen kosten über eine Million Euro

Um dorthin zu kommen, rechnet der Kreis mit Kosten von rund 1,1 Millionen Euro, davon 850.000 für die Ausrüstung der Busse. 75 Prozent sollen durch Fördermittel abgedeckt werden, die von der Landesgesellschaft Niedersachsen (LNVG) kommen.

Abhängig sind diese Gelder von den Fahrgastzahlen: "Um eine Förderung in Anspruch nehmen zu können, müssen mindestens 200 Leute pro Tag an einer Station ein- und aussteigen", so Harmening. Das erreiche die CeBus sonst nur an Schul-Haltestellen – "hier ist aber erstmal keine Digital-Ausstattung geplant".