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Aus dem Landkreis Weniger Infektionskrankheiten im Landkreis Celle
Celler Land Aus dem Landkreis

Weniger Infektionskrankheiten im Landkreis Celle

15:03 14.02.2021
Von Simon Ziegler
Die Corona-Hygiene-Regeln sorgen für einen Rückgang bei anderen Krankheiten.
Die Corona-Hygiene-Regeln sorgen für einen Rückgang bei anderen Krankheiten. Quelle: Bodo Schackow
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Celle

Die Abstands- und Hygieneregeln haben 2020 dazu geführt, dass im Kreis Celle viel weniger Menschen mit Atemwegs- und Magen-Darm-Infekten zu kämpfen hatten. Die Krankenkasse IKK classic hat Daten des Robert-Koch-Instituts ausgewertet. Zu den häufigsten Erregern, die Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen auslösen, gehören Rotaviren, Noroviren und Salmonellen. In den meisten Fällen erholen sich betroffene vollständig. Durch den hohen Flüssigkeits- und Salzverlust können solche Infektionen aber gefährlich für Säuglinge, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem werden.

Minus 76 Prozent beim Norovirus

„Fast alle Erkrankungen, die durch die diese Krankheitserreger verursacht werden, sind 2020 im Kreis Celle deutlich seltener als im Jahr zuvor aufgetreten“, berichtet IKK-Regionalgeschäftsführer Markus Schrader. Am stärksten war der Rückgang von Infektionen mit Rotaviren. 2019 waren davon im Landkreis 132 Personen betroffen, 2020 waren es nur 25, also 81 Prozent weniger. Die Fallzahl von Erkrankungen mit dem Norovirus ist um 76 Prozent gesunken (2020: 47 Fälle, 2019: 199 Fälle). Bei der Salmonellose gab es keine Veränderung, sowohl 2019 als auch 2020 hatten sich jeweils 21 Personen mit Salmonellen angesteckt.

Hygiene-Regeln und weniger Arztbesuche

Die Hygiene-Regeln im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie seien ein Grund für die Zahlen, so die IKK. Möglicherweise haben außerdem weniger Menschen trotz Beschwerden ihren Arzt aufgesucht, weil sie Angst vor einer Corona-Ansteckung hatten.

Rückgang beim Keuchhusten

Einen starken Rückgang beobachten die Fachleute auch bei Keuchhusten. Im Kreis Celle hat sich die Fallzahl von 24 im Jahr 2019 um 75 Prozent auf sechs (2020) verringert. Bei der Grippe wurden 2019 genau 159 Fälle gemeldet, 2020 waren es 96. Von diesen 96 Grippefällen wurden zudem 92 Infektionen vor dem 22. März diagnostiziert – der Tag, an dem Deutschland in den Lockdown ging.

Svenja Gajek 14.02.2021
Christopher Menge 13.02.2021
Simon Ziegler 12.02.2021