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Umweltminister: Hochwasser-Partnerschaft Fuhse-Aue-Erse weiter finanzieren

12:53 26.01.2022
Von Klaus M. Frieling
Wie hier an der Fuhse im Jahr 2018 zeigt sich die Notwendigkeit des Hochwasserschutzes im Binnenland.
Wie hier an der Fuhse im Jahr 2018 zeigt sich die Notwendigkeit des Hochwasserschutzes im Binnenland. Quelle: Rolf Jantz (Archiv)
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Celle

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat die Arbeit der überregionalen Hochwasser-Partnerschaft Fuhse-Aue-Erse gelobt, bei der die Stadt Celle, die Samtgemeinde Flotwedel und die Samtgemeinde Wathlingen unter anderem mit dem Regionalverband Großraum Braunschweig, der Stadt Peine und der Gemeinde Uetze zusammenarbeiten.

„Diese Partnerschaft zeigt, wie sich Kommunen gemeinsam erfolgreich für Hochwasserschutz im Binnenland einsetzen können“, betonte der aus Hannover zugeschaltete Minister bei einer Online-Konferenz, bei der die 15 Partner nach dem Ende der zweijährige Projektphase die Möglichkeit der weiteren Zusammenarbeit berieten. „Ich freue mich, dieses Projekt weiter zu fördern und positiv zu begleiten“, kündigte Lies in seinem Grußwort an. „Die Hochwasser-Partnerschaft hat sich erst 2019 gegründet, aber den Hochwasserschutz in der Region engagiert vorangebracht“, betonte Minister Lies und zog eine positive Bilanz: „Das Ergebnis mit dem 400-seitigen Abschlussbericht und den 93 Maßnahmen kann sich sehen lassen.“

Erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen

Die Partner des Projekts wollen in den kommenden Monaten mögliche Kooperationsformen ausloten, um die erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen. Maren Wegener, Sprecherin der Hochwasser-Partnerschaft, wird nun weitere Gespräche führen. „Bis Mitte des Jahres wollen wir entsprechende Konzepte entwickeln und die Weichen stellen, damit wir unsere erfolgreiche gemeinsame Arbeit für den Hochwasserschutz in unserer Region fortsetzen können – das war Konsens unserer Beratung“, fasst die Sprecherin die Ergebnisse der Online-Sitzung zusammen.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD). Quelle: Sina Schuldt

Der Hochwasserschutz im Binnenland ist ein Themenschwerpunkt der vergangenen Jahre gewesen. Dabei soll es aber nicht bleiben, kündigte Minister Lies an: „Die Projektpartner werden weitere Aspekte wie der Gewässer- und Auenentwicklung, des Wassermanagements sowie der Klimafolgenanpassung nachhaltig verzahnen und den integrierten Ansatz weiterentwickeln. Diesen erweiterten Ansatz wollen wir als Land unterstützen und entsprechende Projekte, wie sie auch der Maßnahmenkatalog der Hochwasserpartnerschaft Fuhse-Aue-Erse bereits vorsieht, positiv begleiten.“

Beratung der 15 Partner

Die Beratungen der 15 Partner beim Januar-Termin haben ergeben, dass alle Projektbeteiligten das gemeinsame Vorgehen an den drei Flussgebieten fortsetzen wollen. „Wie die jeweiligen Kommunen die Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen umsetzen wollen, werden sie nun intern weiter abstimmen“, erklärt der Geschäftsführer des Wasserverbands Peine, Olaf Schröder.

So seien verschiedene Ansätze diskutiert worden – von der Umsetzung durch die Kommune selbst bis zur Übertragung der Hochwasserschutz-Aufgaben an den Wasserverband.

"Wichtiges Netzwerk aktiv gestalten“

So unterschiedlich die möglichen Umsetzungswege sind, so einig waren sich alle, die Zusammenarbeit der Hochwasser-Partnerschaft in Form einer interkommunalen Kooperation fortzusetzen. „Wir alle wollen dieses wichtige Netzwerk weiter gemeinsam aktiv gestalten“ – und damit dem Leitspruch folgen: „Verantwortung kann nicht geteilt, aber gemeinsam getragen werden.“

Der Peiner Wasserverband hatte das Konzept für die Hochwasser-Partnerschaft Fuhse-Aue-Erse erarbeitet, es war auf Basis des Erfolgsmodells aus dem Nördlichen Harzvorland umgesetzt worden. Dass Minister Lies sich viel Zeit nahm und die Bedeutung derartiger interkommunaler Initiativen betonte, sei ein wichtiges Signal für die Fortführung des gemeinsamen Hochwasserschutzprojektes, resümieren Wegener und Schröder.

Simon Ziegler 26.01.2022
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