Schlaglöcher und Co.

So kaputt sind Celles Straßen nach dem Winter

Wenn der Schnee getaut ist, kommen die Schäden im Asphalt zum Vorschein. Ein Blick in die Kommunen: So ist der Zustand der Straßen im Kreis Celle.

  • Von Carsten Richter
  • 12. März 2021 | 12:57 Uhr
  • 09. Juni 2022
  • Von Carsten Richter
  • 12. März 2021 | 12:57 Uhr
  • 09. Juni 2022
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Celle.

Erst starker Frost mit bis zu minus 20 Grad, eine Woche darauf frühlingshafte Temperaturen. Unter den Witterungsschwankungen leiden auch die Straßen. Dementsprechend bilden sich fast nach jedem Winter Schlaglöcher. Diesmal aufgrund der hohen Minusgrade ganz besonders? Noch nicht alle Gemeinden haben ihre Straßen abschließend auf Frostschäden überprüft. Die großen Schäden sind trotz starker Kälte aber offenbar ausgeblieben.

Ortsdurchfahrt von Wienhausen stark betroffen

Aus der Samtgemeinde Flotwedel werden vergleichsweise viele Schäden gemeldet. Besonders der Ortskern von Wienhausen im Bereich der Landesstraße in Richtung Eicklingen sei betroffen, ebenso die Durchfahrt von Oppershausen sowie mehrere Gemeindestraßen in Wienhausen, so Verwaltungschef Helfried H. Pohndorf. "Zur Zeit laufen Ausbesserungsarbeiten, damit die Verkehrssicherheit weiter gewährleistet werden kann."

Lachendorf: Nicht so schlimm wie befürchtet

"Nicht so schlimm wie befürchtet", sagt hingegen Jörg Warncke, Samtgemeindebürgermeister von Lachendorf , nach einer ersten oberflächlichen Betrachtung. Eine abschließende Bestandsaufnahme habe noch nicht stattgefunden.

Schäden in Wathlingen halten sich in Grenzen

"Die durch den Winter verursachten Schäden halten sich in Grenzen", so Stefan Hausknecht, Verwaltungsvize der Samtgemeinde Wathlingen . Entstandene Löcher zum Beispiel an den Straßen Sandförth und Schafstallweg (Nienhagen), Holzweg (Großmoor), Uetzer Weg und Zum Bröhn (Wathlingen) seien bereits mit Kaltgemisch gefüllt worden.

In Winsen folgt Bestandsaufnahme der Straßen noch

Eine Bestandaufnahme der Schäden in der Gemeinde Winsen findet nicht vor Mai statt, teilt Bürgermeister Dirk Oelmann mit. Alles, was zur Verkehrssicherung beitrage, werde abgearbeitet. Gelitten hätten besonders die Straßen, die in der Vergangenheit immer nur geflickt wurden. In Wietze seien nach einer ersten Erfassung teilweise starke Schadstellen festgestellt worden. Bauamtsleiter Ralf Thölke nennt als Beispiele die Straße Im Langen Felde, den Wieckenberger Weg, die Raffineriestraße, die Hornbosteler Straße und die Dorfstraße in Hornbostel.

So sieht es weiteren Celler Kreiskommunen aus

"Keine außergewöhnlichen Straßenschäden zu verzeichnen", teilt Niels Jürgensen von der Gemeinde Hambühren mit. "Schäden an gemeindeeigenen Straßen und Wegen sind im normalen Umfang erkennbar", sagt Katharina Ebeling, Bürgermeisterin der Gemeinde Südheide . Sie würden in diesem Jahr behoben. Von keinen nennenswerten Schäden berichtet auch ihr Amtskollege aus Eschede , Günter Berg. Lediglich der Zustand des Verbindungsweges von Eschede nach Habighorst sei schlecht. Ob gegebenenfalls die Straße gesperrt werde, müsse die Politik intensiv beraten.

Auch Celler Kreis-, Landes- und Bundesstraßen werden überprüft

Auch die Kreisstraßen würden ein- bis zweimal wöchentlich kontrolliert, so Kreis-Sprecher Tore Harmening. "Es sind nach den Wintermonaten keine gravierenden Schäden aufgetreten. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch in den Vorjahren." Auch auf den Landes- und Bundesstraßen im Kreis Celle hätten "die besonders tiefen Temperaturen nicht zu übermäßigen Straßenschäden" geführt, heißt es von der zuständigen Straßenbaubehörde aus Verden. Ein "höheres Schadensbild" bestätigt Fachbereichsleiter Werner Niedfeld allerdings von der Landesstraße 311 (Lachendorf-Wienhausen-Eicklingen-Wathlingen-Hänigsen). Betroffen seien auch die L284 bei Lachendorf und die L298 im Bereich Bergen-Belsen. Die Schäden seien allerdings schon vor dem Winter vorhanden gewesen, so Niedfeld. "Diese drei Abschnitte sind auf Grund des Fahrbahnzustandes ohnehin im mittelfristigen Sanierungsprogramm des Landes Niedersachsen enthalten." Verbindliche Bautermine können nicht genannt werden.

Schlechter Zustand der Straßen im Stadtgebiet

Ebenfalls bereits länger bekannt ist der schlechte Zustand der Straßen im Celler Stadtgebiet. Grund hierfür ist ein Sanierungsstau: Über 100 Millionen Euro würde es kosten, sämtliche Schäden im Hauptnetz zu reparieren.