Verfahrensfehler prüfen

Ferrari-Raser wird Fall für Celler Richter

Der Fall um den beschlagnahmten Ferrari eines Rasers aus dem Kreis Celle geht weiter. Darum muss sich nun das Celler Oberlandesgericht damit befassen.

  • Von Carsten Richter
  • 14. Jan. 2022 | 11:00 Uhr
  • 09. Juni 2022
  • Von Carsten Richter
  • 14. Jan. 2022 | 11:00 Uhr
  • 09. Juni 2022
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Celle.

Der Fall wird zu einem Heimspiel für Raser Stefan K.. Nachdem das Landgericht Hannover im Dezember entschieden hatte, dass der Ferrari des Mannes aus dem Kreis Celle beschlagnahmt bleibt, steht nun fest: Es kommt zu einem Revisionsverfahren am Oberlandesgericht (OLG). Verteidiger Matthias Doehring hatte bereits eine Woche nach der Urteilsverkündung angedeutet, dass sein Mandant Revision gegen das Urteil einlegen wolle. Entscheidend war die Begründung – und die liegt nun auch in schriftlicher Form vor.

Ferrari-Raser legt Revision gegen Urteil ein

"Die Einziehung des Ferrari ist nicht haltbar", sagt Doehring auf CZ-Anfrage. Die Vorsitzende Richterin am Landgericht Hannover hatte in ihrer Begründung zur Einziehung des Sportwagens in Richtung K. gesagt: "Das ist nichts, was Ihre Existenz bedroht." Doehring wiederum hatte gegenüber der CZ erklärt: „Der Luxus, der nach außen sichtbar ist, ist ein Kartenhaus.“

Celler Oberlandesgericht prüft auf Verfahrensfehler

Doehring zufolge wird das Celler OLG nun mögliche Verfahrensfehler prüfen. Das werde erfahrungsgemäß drei bis sechs Monate dauern. Und dann? Sollten sich Fehler ergeben, werde es entweder zu einer Neuverhandlung kommen oder die Celler Richter würden das Urteil ändern.

Im Ferrari beim Rasen ohne Führerschein erwischt

Stefan K. war mehrfach beim Rasen und zuletzt auch ohne Führerschein erwischt worden. Das Amtsgericht Hannover hatte ihn zu einer Bewährungsstrafe verurteilt und die Einziehung des Ferrari verhängt. K. und sein Anwalt gingen in Berufung. Nun wird sich mit dem OLG bereits die dritte Instanz mit dem Fall befassen.