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Aus dem Landkreis Wer besitzt Fotos vom KZ Bergen-Belsen?
Celler Land Aus dem Landkreis

Quellen gesucht: Wer besitzt Fotos vom KZ Bergen-Belsen?

14:54 19.04.2022
Von Christopher Menge
Wenige Tage nach der Befreiung des KZ Bergen-Belsen wurde dieses Bild aufgenommen. Ansonsten fehlt es an Bildmaterial.
Wenige Tage nach der Befreiung des KZ Bergen-Belsen wurde dieses Bild aufgenommen. Ansonsten fehlt es an Bildmaterial. Quelle: Lieutenant Wilson (Imperial War Museum London, Photograph Archive, BU 3768)
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Mit Blick auf die Gedenkfeier am Sonntag, 8. Mai, zum 77. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen wendet sich die Gedenkstätte an die Menschen aus der Region. „Wir suchen Fotos und andere historische Quellen“, sagt die Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Elke Gryglewski. „Wir hoffen, dass uns die Quellen zur Verfügung gestellt werden. Das wäre für unsere Arbeit sehr hilfreich.“

Gryglewski: Gemeinsam für Verantwortung für Geschichte übernehmen

Die Historikerin betont, dass es nicht um die Schuldfrage gehe, sondern darum, wie man gemeinsam Verantwortung für die Geschichte übernehmen könne. „Aus dem Konzentrationslager haben wir kein Bildmaterial und auch sonst wenig Quellen“, sagt die Gedenkstättenleiterin. Die Registratur für das KZ wurde von den Nationalsozialisten zerstört, ehe die britische Armee das Lager am 15. April 1945 befreite. Aus den Tagen nach der Befreiung gibt es einzelne historische Aufnahmen.

Gedenkstätte Bergen-Belsen sucht historische Fotos

„Die Rampe ist ziemlich weit entfernt, die Häftlinge sind die Strecke gelaufen“, sagt Gryglewski. Möglicherweise gebe es davon historische Fotos. In Wietzendorf hätten Anwohner beispielsweise Fotos gemacht. Außerdem suche die Gedenkstätte auch Erfahrungsberichte, Briefe oder Tagebücher. „Es geht um eine andere Perspektive, was das KZ bedeutet hat“, sagt die Historikerin. Die vorhandenen Zeitzeugen-Interviews seien eine wichtige und zentrale Quelle, aber die Ausstellung solle mittelfristig überarbeitet werden – möglichst mit bisher unbekannten Quellen.

„Ein Nachlass von Großvater kann von großem Wert für uns sein“, sagt Gryglewski, die auf Unterstützung aus der Bevölkerung hofft.

Wer historische Quellen im Fundus hat, die für die Gedenkstätte interessant sein könnten, meldet sich bei Elke Gryglewski unter Telefon (05141) 9335511 oder per E-Mail an info@stiftung-ng.de melden.

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