Modellbau in Wathlingen

Miniaturwelten für Groß und Klein

Modellbahnen faszinieren die Menschen. Das hat sich jetzt auch wieder bei einer Ausstellung in Wathlingen gezeigt.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 17. Okt. 2021 | 15:00 Uhr
  • 09. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 17. Okt. 2021 | 15:00 Uhr
  • 09. Juni 2022
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Wathlingen.

Am Wochenende versammelten sich Tüftler, Bastler und Eisenbahnliebhaber, denn allen gemeinsam ist die Begeisterung und Faszination für den Modellbau. Die Modellbahnfans gerieten im Wathlinger 4G-Park ins Schwärmen und kamen schon vor dem Passieren der Eingangstüren „auf ihre Kosten“. Eine Parkeisenbahn lud hier die kleinen Gäste ein, mit einer richtigen Dampflok zu fahren. Doch wer dachte, die Eltern schauen nur zu, lag falsch – auch die Erwachsenen zeigten sich begeistert und genossen den Fahrtwind während der Runden auf den Gleisen.

Unterschiedliche Modellbahnen diverser Spurweiten

Drinnen setzte sich die Leidenschaft und Hingabe fort. Rund 25 Aussteller präsentierten mit Stolz ihre schönsten Stücke und stellten unterschiedliche Modellbahnen diverser Spurweiten vor. „Ich bin begeistert, wie viele Details in einem solchen Modell stecken und auf welche Weise die Wirklichkeit ins kleine Bild übertragen wird“, sagte Jürgen Schuster, während er die Modellbahnanlage samt fahrendem Metronom der Modulbaugruppe des MIST Hildesheim bewunderte. „Nicht nur die Eisenbahnen an sich sind großartig, die ganze Umgebung ist toll aufbaut“. Auf die Frage wie lange der Bau solch einer Anlage dauert, bis sie fertig ist, erhielt er die klare Antwort: „Eine Modellbahnanlage ist niemals ganz fertig, es gibt immer was zu verändern“.

Eine Miniaturwelt ist niemals fertig

Auch Micha Schmidt fand für seine Modelle immer wieder neue Details und Ideen, um sie zu vervollständigen. Der künstlerische Modellbauer präsentierte eine liebevoll aufgebaute Miniatur aus Kleinbahn, Figuren, Gebäuden und vielen weiteren Kleinigkeiten. „Das stellt ein Dorf an der französischen Grenze nach dem Krieg dar,“ erzählte der Winsener. „Meine Gebäude entstehen im Eigenbau, es wird jeder Stein einzeln gefertigt und ich bin bemüht, meine Projekte realistisch wirken zu lassen.“ Und so verblüfft es dann auch nicht, dass „Paul Schluckspecht“ eine Bierflasche in der Hand hat, und Enno Isenkamp bauchfrei auf dem Balkon steht, während die Kleinbahn durch das bunte Dorf fährt und die Besucher staunen ließ. „Die Gäste sollen eine Stunde vor dem Modell stehen und immer wieder Neues entdecken“, so Schmidt. Nach zwei Jahren täglicher Arbeit und Mühe hatte er das an diesem Wochenende auch geschafft.

Auch Hildesheimer Modellbauer zu Gast in Wathlingen

Doch Modellbau muss nicht immer klein sein. Während Steinkohle, Wasser und Feuer für Dampf sorgten und die Echtdampflok in Fahrt setzen, wurden die Bahnen der Großbahnfreunde Hildesheim von Besuchern gesteuert. Mit „Turbospeed“ fuhr Carlo (7) den ICE durch die Kurven. „Schau mal Papa, der ist sogar noch schneller als ein echter ICE“, stellte er begeistert fest und gab das Tablet nur ungern wieder aus der Hand.

Junges Publikum wundert sich über "komische" Züge

Außerdem waren zahlreiche Modelle des Wathlinger Eisenbahnstammtisches zu sehen. Sie präsentierten das Hobby von der schönsten Seite mit viel Fahrbetrieb und Informationen rund um den Eisenbahnmodellbau. Auch die Kalibahner stellten ihre N-Anlagenmodule aus. Nachgebaut aus der Zeit vor 1960 erkannte Tom (9) die Bahn nur schwer. „Der Zug sieht aber komisch aus,“ merkte er an.

Veranstaltung wird vom Publikum gut angenommen

Nicht nur die Gäste waren beeindruckt. Auch die Mitwirkenden zeigten sich glücklich. „Wir sind begeistert, wie diese Veranstaltung angenommen wird,“ sagte Wathlingens Bürgermeister Torsten Harms. „Während der letzten Modellbautage zählten wir mehr als 700 Besucher. Nach diesem heutigen ersten Tag, bin ich guter Dinge, dass wir, trotz Corona-Zeiten am Sonntagabend darüber liegen werden.“

Von Denise Prier

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