Vier bestätigte Fälle

Nun ist es gewiss: Geflügelpest im Celler Land

Aus Verdachtsfällen wurde Gewissheit: Die Geflügelpest hat den Kreis Celle erreicht. An diesen Stellen wurden verendete Tiere gefunden.

  • Von Carsten Richter
  • 27. Mar 2021 | 17:00 Uhr
  • 09. Jun 2022
  • Von Carsten Richter
  • 27. Mar 2021 | 17:00 Uhr
  • 09. Jun 2022
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Celle.

Erst waren es dringende Verdachtsfälle, nun herrscht Gewissheit: Die Geflügelpest ist definitiv im Landkreis Celle angekommen. Im Stadtgebiet waren vor zwei Wochen zwei verendete Jungschwäne gefunden worden. Sie wurden zusammen mit einem weiteren Schwan, einem Silberreiher und zwei Kormoranen zur Untersuchung geschickt. Bei den Jungschwänen hatte das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) das H5N8-Virus nachgewiesen. Ende der Woche teilte Landkreis-Sprecher Tore Harmening auf CZ-Anfrage mit, dass inzwischen seit Anfang des Jahres zwölf verendet aufgefundene Wildvögel auf Geflügelpest untersucht worden seien. Davon waren vier Tiere definitiv mit dem Virus infiziert. Das müssen Geflügelhalter nun beachten - ein Beispiel aus dem Landkreis.

Hier wurden im Kreis Celle tote Vögel gefunden

Von den zwölf Wildvögeln sei bei drei Jungschwänen vom Bugenberg, einem Aller-Altarm bei Osterloh, sowie bei einem Reiher vom Mühlenkanal in Wienhausen das Virus vom Laves nachgewiesen und dann vom Referenz-Labor am Friedrich-Löffler-Institut (FLI) bestätigt worden, sagte Harmening. Zudem berichtet der Sprecher von einem weiteren Verdachtsfall: "Ein Schwan, der am Allerarm in Bockelskamp verendet aufgefunden wurde, wurde ebenfalls durch das Laves positiv auf das Geflügelpest-Virus getestet. Hier steht die Bestätigung durch das FLI noch aus." Ebenfalls noch untersucht würden drei Kormorane. Sie seien an mehreren Stellen im Celler Stadtgebiet verendet aufgefunden worden: am Allerwehr Ecke Bremer Weg, am Schlossgraben und am Allerwehr bei Osterloh.

Vier Mal Entwarnung: Keine Geflügelpest

Immerhin in vier Fällen gibt es Entwarnung: Negativ auf Aviäre Influenza, wie die Geflügelpest im Medizinjargon heißt, getestet wurden zwei Bussarde und zwei weitere Reiher.

Nach den vor zwei Wochen aufgetretenen Verdachtsfällen hat der Kreis Celle die Aufstallung von sämtlichem gehaltenen Geflügel verfügt. Rund eine Million Tiere sind in Niedersachsen bislang wegen der Geflügelpest getötet worden. Besonders betroffen ist der Landkreis Cloppenburg.