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Aus dem Landkreis Handyfotos gewinnen an Qualität
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Fotowettbewerb Blende 2020: Rund 125 Fotografen aus Kreis Celle machen mit

13:08 12.02.2021
Licht und Schatten - Farben und Kontraste (Sonderthema für Jugendliche) Quelle: Alexander Kluske
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Celle

Die Einsendungen von 125 Fotografen haben es der Jury wieder einmal nicht leicht gemacht. Die Vielfalt war auch innerhalb der Kategorien riesig. Inspirierende Landschaftsaufnahmen wurden ebenso eingesandt wie lebensfrohe Actionbilder und Tierfotos. Trotz der Bandbreite und unterschiedlicher Motivvorlieben vereint alle doch eine Sache: die Faszination von der Kunst der Fotografie.

Viele Neulinge bei Blende 2020

Bei der Blende 2020 waren unter den Besten dieses Mal sowohl Neulinge, die zuvor noch nie an einem Wettbewerb teilgenommen hatten, als auch alte Bekannte dabei. "Am Fotografieren fasziniert mich die Kreativität, der keine Grenzen gesetzt sind. Ich probiere gerne neue Sachen aus", so Yasmin Becker, die 2019 beim Bundesentscheid sogar den 2. Rang in der Jugendkategorie belegte und sich dieses Jahr bei der CZ-Wahl gleich zweimal platzieren konnte.

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Fotografie begeistert Teilnehmer

Anne Katrin Lichthardt hat dagegen bewiesen, dass auch Neulinge bei ihrer ersten Teilnahme weit kommen können. Obwohl sie zum ersten Mal Beiträge beim Wettbewerb eingereicht hatte, ist das Fotografieren bereits ein langjähriges Hobby von ihr. "Das Interesse habe ich 2012 entdeckt. Zum Geburtstag bekam ich meine erste kleine Spiegelreflexkamera geschenkt", erzählt die Teilnehmerin aus Lachendorf. Jury-Mitglied Marcus Jacobs würde sich freuen, auch die neuen Gesichter unter den Gewinnern einmal kennenlernen zu können. "Leider gibt es dieses Mal keine persönliche Siegerehrung, aber ein Treffen holen wir bestimmt nach", sagt Jacobs zuversichtlich.

Gewinnerfoto mit Smartphone aufgenommen

Dann freut sich der Fotograf auch auf Alexander Kluske, der bei den Jugendlichen den ersten Platz belegen konnte. "Dass ein 12-Jähriger dieses Bild gemacht hat, ist gigantisch", sagt Jacobs überrascht. Dabei zeichnet das Gewinnerfoto der Sonderkategorie noch etwas Besonderes aus: Es wurde mit dem Smartphone aufgenommen. Dabei fotografiert Alexander auch gerne mit seiner Kamera, zieht damit auch öfters spontan los, wenn das Licht oder ein Sonnenuntergang gerade besonders perfekt scheinen. Beim Spaziergang an der Aller war die Kamera jedoch nicht zur Hand, im Gegensatz zum Handy. Und das entstandene Foto zeigt, dass dies in einem Wettbewerb kein Nachteil sein muss.

"Die Kameras in den Smartphones sind heutzutage sehr gut", meint Jacobs. "Dadurch, dass verschiedene Objektive verbaut werden, gibt es immer mehr Möglichkeiten." Dabei muss jeder Fotograf für sich entscheiden, was für ihn die richtige Wahl ist. Der Vorteil eines Handys liegt aber klar auf der Hand. "Das hat man immer dabei und ist für Schnappschüsse daher richtig gut. Ich trage ja nicht immer meine eineinhalb Kilo schwere Spiegelreflexkamera mit mir herum", sagt auch Lars Hancke, diesjähriger Sieger der Schwarz-Weiß-Kategorie. Ihn fasziniert besonders die Landschaftsfotografie. Wenn er für diese loszieht und sich bewusst Zeit nimmt, verbringt er auch schon einmal mehrere Stunden an einem Ort, bis er das perfekte Bild hat. Für solche Ausflüge nimmt er aber auf jeden Fall seine Kamera mit. "An sich ist Fotografie aber ein sehr weites Feld. Da gibt es kein richtig und kein falsch", so Hancke.

Kamera bleibt für viele erste Wahl

Diese Ansicht teilen auch die anderen Gewinner. Dennoch greifen die meisten eher zur bewerten Kamera. "Smartphones können heutzutage schon viel, aber ich denke, sie haben auch Grenzen", meint Florian Parchem, Erstplatzierter des Themas Street-Art. Der Wietzer Raumausstatter hat selbst zwar schon viele Fotos mit dem Handy gemacht, kann aber nicht jedes Vorhaben damit umsetzen. "Daher ist für mich immer die Kamera die erste Wahl", so Parchem.

"Ich muss zugeben, dass ich immer von dem Fotografieren mit Handys abgeneigt war", sagt die 20-jährige Yasmin Becker, die sich derzeit als Au-Pair in England aufhält. "Kürzlich haben wir allerdings innerhalb meiner Gastfamilie einen Handyfotowettbewerb gestartet. Ich war sehr überrascht, was für gute Ergebnisse ich doch erzielen konnte." Letztlich greift sie wie die anderen Teilnehmer aber doch lieber zum professionellen Equipment.