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Aus dem Landkreis Engpass befürchtet
Celler Land Aus dem Landkreis

Engpass bei Blutspenden befürchtet

18:01 27.05.2021
Quelle: Bernd Wüstneck (Archiv)
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Bergen

Derzeit könnten noch alle Klinikanfragen bedient werden, doch da coronabedingt weniger Spendelokale zur Verfügung stehen, könnten die geringen Lagerbestände in kurzer Zeit aufgebraucht sein. Darauf weist der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hin.

Peter Friedsch vom DRK-Blutspendedienst weist deshalb darauf hin, dass Blutspenden auch während der Corona-Krise weiter dringend benötigt werden. Viele Spender sind zudem aufgrund der eigenen Corona-Impfung verunsichert, ob eine Blutspende weiterhin möglich ist. Dabei ist die Impfung gegen Corona kein Hindernis. Bei allen derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoffen ist laut Paul-Ehrlich-Institut grundsätzlich keine Wartezeit bis zur nächsten Blutspende erforderlich. Der DRK-Blutspendedienst empfiehlt allerdings, vorsorglich einen Tag bis zur Blutspende zu warten, um eventuell auftretende Impfreaktionen ausschließen zu können.

Kein negativer Corona-Test benötigt

Grundsätzlich gilt wie immer: Wer Blut spenden möchte, sollte sich gesund und fit dafür fühlen. Es wird kein negativer Corona-Test benötigt. An der Präparatesicherheit für Transfusionsempfänger hat sich durch Covid-19 nichts geändert! Für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gibt es keine Hinweise.

Aktuelle Blutspendetermine im Landkreis Celle:

Montag, 31. Mai: Bergen, Stadthaus, Lange Straße 1, von 16 bis 20 Uhr,

Dienstag, 1. Juni: Celle, Sporthalle II des Hölty-Gymnasiums, Eingang Welfenallee, von 15 bis 20 Uhr,

Donnerstag, 3. Juni: Müden, Grundschule, Schulstraße 9, von 16.30 bis 19.30 Uhr,

Freitag, 4. Juni: Höfer, Sportraum TSV Höfer, Am Schwimmbad 12, von 17 bis 20 Uhr,

Freitag, 11. Juni: Hambühren, Hotel zur Heideblüte, Celler Straße 1, von 15.30 bis 19.30 Uhr.

Aktiven Blutspendern ist es seit Beginn der Corona-Pandemie aufgefallen: Der Ablauf der Blutspende hat sich geändert. Ein klares Hygienekonzept und die geltenden Zulassungsbestimmungen für die Blutspende gewährleisten weiter einen hohen Schutz für alle Beteiligten. So ist der Zutritt zur Blutspendeaktion ausnahmslos nur mit FFP-2-Maske möglich. Vor dem Betreten des Spendelokals gibt es eine zusätzliche Erstbefragung; hier wird auch die Körpertemperatur gemessen. Es stehen Desinfektionsstationen für die Hände bereit.

Lunchpaket statt Imbiss

Es wird auf sicheren Abstand zwischen den Spendern geachtet, auch die Spendeliegen werden mit Sicherheitsabstand aufgebaut. Warteschlangen sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Die Aufenthaltszeit der Spender wird so gering wie möglich gehalten. Deshalb gibt es vor Ort weiter keinen traditionellen Imbiss, sondern Lunchpakete oder Gutscheine.

Blutspender sind „Lebensretter“. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren Blut spenden. Mehrfachspender können nach individueller Entscheidung der Ärzte bis bis zum 73. Geburtstag) spenden. Frauen können 4-mal, Männer sogar 6-mal innerhalb von 12 Monaten Blut spenden. Mitbringen sollten die Blutspender ihren Unfallhilfe- und Blutspenderpass sowie einen amtlichen Ausweis.

Von Klaus M. Frieling

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