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Aus dem Landkreis Celler Gastronomen schlagen Alarm
Celler Land Aus dem Landkreis

Coronakrise: So schlagen Celler Gastronomen Alarm

17:42 05.05.2021
Von Oliver Gatz
Einer der Adressaten: Roger Burkowski (links) und Gerd Albers vom Dehoga überreichen Jörn Schepelmann (CDU) einen leeren Topf samt "Wunschzettel".
Einer der Adressaten: Roger Burkowski (links) und Gerd Albers vom Dehoga überreichen Jörn Schepelmann (CDU) einen leeren Topf samt "Wunschzettel". Quelle: Dehoga Celle
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Mit einer symbolträchtigen Aktion haben Celler Gastronomen bei Bundes- und Landespolitikern auf ihre angespannte Situation aufmerksam gemacht. Vorstandsmitglieder des Dehoga-Kreisverbandes übergaben dazu Celler Abgeordneten leere Töpfe, die für Frust und leere Kassen der Unternehmer stehen.

Leere Töpfe als Zeichen des Protests

„Nach acht Monaten Berufsverbot sind alle Töpfe leer – tausende Töpfe, die sonst mit Unternehmertum gefüllt sind“, sagten Roger Burkowski, Silke Hagelstein und Stefanie Utecht stellvertretend für ihre Kollegen. Die Aktion #leereTöpfe wurde vom Dehoga Niedersachsen und vom Jungen Dehoga ins Leben gerufen, um auf die Perspektivlosigkeit der Branche aufmerksam zu machen.

Celler Dehoga überreicht leere Töpfe an Bundes- und Landespolitiker

Empfänger der leeren Töpfe waren die Landtagsabgeordneten Thomas Adasch (CDU), Jörn Schepelmann (CDU), Jörg Bode (FDP) und Stefan Birkner (FDP) sowie die Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann (SPD) und Henning Otte (CDU). Die Politiker nahmen sich laut Dehoga viel Zeit für das Gespräch über die Sorgen und Nöte der Gastronomen und Hoteliers und hörten sich viele Argumente für eine Öffnung der Gastronomie an.

Celler Betriebe fordern Perspektiven für ihre Branche

Nach der Übergabe der Töpfe wurden die Abgeordneten aufgefordert, den Gastronomen „Rezepte“ vorzulegen, welche Perspektive es in der Zukunft für die Betriebe geben kann. Insgesamt wollte der Dehoga Niedersachsen 1000 leere Töpfe an die Politiker in den jeweiligen Kreisverbänden schicken.

Symbol für die Perspektivlosigkeit, Existenzangst und Frust der Gastronomen: leere Töpfe. Foto: Dehoga Celle Quelle: Dehoga

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, heißt es beim Dehoga. „Wir haben Rezepte für sichere Gastlichkeit geschrieben und umgesetzt. Doch wir dürfen mit diesen Rezepten nicht kochen.“ Die Gastronomen und Hoteliers fordern Rahmenbedingungen, „die es uns ermöglichen, diesen Topf wieder zu füllen“.

Simon Ziegler 05.05.2021
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