Valentinstag

Florale Liebesgrüße in Zeiten von Corona

Blumenläden und Gartencenter dürfen ab dem 13. Februar wieder aufmachen. So denken Celler Floristen über die plötzliche Öffnung.

  • Von Svenja Inken Gajek
  • 14. Feb 2021 | 09:00 Uhr
  • 09. Jun 2022
  • Von Svenja Inken Gajek
  • 14. Feb 2021 | 09:00 Uhr
  • 09. Jun 2022
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Landkreis Celle.

Eine gute Nachricht gab es kurz vor dem Valentinstag: Laut aktueller Corona-Verordnung dürfen die Blumenläden und Gartencenter ab Samstag wieder öffnen. Die Vize-Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, begründete den Schritt damit, dass es sich überwiegend um verderbliche Ware und saisonale Angebote handele. Für die Floristen kommt die Lockerung damit gerade noch rechtzeitig vor dem für die Branche wichtigen 14. Februar.

Stressige Tage

"Wir sind natürlich froh über diese Entscheidung", sagt Helmut Sander, Geschäftsführer vom Blumenhaus Sander in Eicklingen. "Allerdings bedeutet dies für uns jetzt erst einmal viel Stress." Die Ware muss in Windeseile besorgt und verpackt werden. Ein Großteil der Pflanzen kommt aus der angeschlossenen Gärtnerei. "Viele der Blumen müssen wir dringend verkaufen, sonst landen sie auf dem Müll", betont Sander.

Spricht sich die Öffnung schnell genug herum?

Ganz von null an muss der Betrieb im Blumenhaus Sander allerdings nicht hochgefahren werden. Das Geschäft bietet einen Lieferservice an, somit waren drei Mitarbeiter sowieso die ganze Zeit über vor Ort tätig. Fünf weitere wurden nun aus der Kurzarbeit geholt. Eigentlich laufe alles gut, nur eine Sorge hat Sander: "Hoffentlich bekommen genug Kunden überhaupt mit, dass wir so kurzfristig wieder aufmachen."

Blumen langsam an unterschiedliche Temperaturen gewöhnen

Problematisch sind die eisigen Temperaturen zurzeit. Die extreme Kälte kann vielen Pflanzen schaden: "Die Ware wird bei uns frostfest verpackt und so den Kunden übergeben", berichtet Sander. "Trotzdem sollten sie die Blumen nicht allzu lange draußen lassen." Ein plötzlicher extremer Temperaturunterschied kann gerade bei Schnittblumen verheerend sein. Es ist besser, die Pflanzen zunächst zum Beispiel in der Garage oder im Hausflur zwischenzulagern, bevor sie in das warme Wohnzimmer gebracht werden.

Klassiker immer noch beliebt

Janine Oehus, die im "Blumengarten" in Bergen arbeitet, freut sich, dass die Branche wenigstens vom Geschäft um den Valentinstag herum profitieren kann. "Wir haben schon die Weihnachtszeit verpasst. Der 14. Februar ist für uns natürlich noch wichtiger", sagt Oehus. Über fehlende Vorbestellungen könne sich der Blumenladen nicht beschweren. "Die Leute haben in den sozialen Medien gesehen, dass wir wieder aufmachen werden und rufen schon fleißig an." Sehr gefragt ist nach wie vor die klassische rote Rose. Doch auch viele Bestellungen für Frühlingsblumen gehen bereits ein.

Blumenkauf auch am Sonntag möglich

Beide Läden sind übrigens wie die meisten anderen Blumengeschäfte auch am Sonntag geöffnet. Selbst die vergesslichsten Verliebten, Verlobten und Verheirateten haben somit die Chance, ihre bessere Hälfte mit einem hübschen Blumenstrauß zu überraschen.

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