Bis zu 25 Grad

Am Wochenende wird's warm im Celler Land

Nach einem kalten und ungemütlichen April stellt sich am Wochenende die Wetterlage um. So sind die Aussichten für das Celler Land zum Muttertag

  • Von Cellesche Zeitung
  • 05. Mai 2021 | 09:00 Uhr
  • 09. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 05. Mai 2021 | 09:00 Uhr
  • 09. Juni 2022
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Celle.

Nach den Turbulenzen von Sturmtief „Eugen“ geht es zunächst mit klassischem Aprilwetter weiter. Sonne, Wolken und Schauer wechseln sich ab. Auch Graupelgewitter sind hier und da möglich. Dabei bläst anfangs noch ein ruppiger Westwind. Für Wärmeliebhaber ist wenig dabei, denn die Höchstwerte bleiben bis Freitag bei rund zehn Grad hängen. Regional besteht auch die Gefahr von Bodenfrost.

Warme Mittelmeerluft fließt zum Muttertag ins Celler Land

Am Wochenende stellt sich die Wetterlage um. Ein Hochdruckrücken baut sich von Süd- nach Osteuropa auf. Gleichzeitig dreht ein Tief bei den Britischen Inseln seine Kreise. Dazwischen kann aus südlichen Richtungen warme Mittelmeerluft nach Norddeutschland fließen. Mit Unterstützung von zeitweiligem Sonnenschein sind am Samstag etwa 15 Grad, am Muttertag freundliche Höchstwerte von 20 bis 23 Grad drin, mit etwas Glück sogar 25 Grad. Nur im nordwestlichen Niedersachsen könnten noch einzelne Schauer unterwegs sein. Ob das warme Frühlingswetter schon am Montag wieder einbricht, ist noch unsicher. Wahrscheinlich geschieht das erst am Dienstag zu Beginn der Eisheiligen (11. bis 15. Mai). Dann ist auch Bodenfrost erneut ein Thema.

Frost und Kälte im April 2021

Extrem kühler April: Der April zeigte uns die kalte, besser gesagt die sehr kalte Schulter. Grund war eine dauerhafte Nordströmung, mit der wiederholt arktische Luft zu uns gelangte. Schnee-, Schneeregen und Graupelschauer sorgten besonders in der ersten Monatshälfte für ein spätwinterliches Ambiente.

Gebietswiese konnte sich kurzzeitig sogar eine dünne Schneedecke bilden. Dabei waren einstellige Höchstwerte an der Tagesordnung. Unter einem sternklaren Himmel gab es leichten, vereinzelt auch mäßigen Nachtfrost. In den bekannten Kältelöchern unsere Region rutsche das Quecksilber in zwei Meter Messhöhe bis zu 16-mal (Waldhof/Südkreis Uelzen) in den Minusbereich, in Bodennähe (fünf Zentimeter) bis zu 25-mal. Im vergangenen Jahrhundert konnte der April noch ganz anders hinlangen. So etwa 1954, als Unterlüß im Nordkreis Celle 21 Frostnächte verzeichnete.

Kältester April seit 1977 im Celler Land

Trotz der Klimaerwärmung ging der April 2021 als extrem kühl in die Statistiken ein. Mit durchschnittlich 5,7 Grad Celsius bis 6,3 Grad Celsius war er auch im Celler Land der kälteste seit 1977 – nur ganz vereinzelt seit 1986. Ausreichend Sonnenschein ließ uns die Bibbertemperaturen besser ertragen. Die Niederschläge lagen weitestgehend im Normalbereich, in einem Streifen von der West-, über die Zentralheide bis ins Wendland durch Regentief „Christian“ (29. April) örtlich erheblich im Plus.

Von Reinhard Zakrezewski

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