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Blaulicht Sechs Farbschmierereien im Celler Stadtgebiet
Celle Blaulicht Sechs Farbschmierereien im Celler Stadtgebiet
15:48 14.12.2015
Celle Stadt

Am vergangenen Wochenende ist es vermehrt zu Farbschmierereien im Stadtgebiet gekommen. Wie die Polizei mitteilte, hatten Unbekannte zwischen Freitagnacht und Samstagmittag die Fassaden von fünf Wohn- oder Geschäftshäusern in der Hannoverschen Straße mit diversen Graffitis besprüht.

Polizeisprecher Thorsten Wallheinke vermutet, dass die Schmierereien von der Innenstadt bishin zur CD-Kaserne politisch motiviert sind. So lautet ein Schriftzug: "Es ist zu deutsch in Kaltland", der angeblich zu Parolen der Außerparlamentarischen Opposition (APO) Ende der 1960er Jahre gehöre, so Wallheinke.

In einem weiteren Fall verunstalteten Sprayer am Wochenende die Bronzeplastik des Hengstes "Wohlklang" im Celler Schlosspark. Hier sei die Zielrichtung anders, so Wallheinke. Einen Zusammenhang zwischen den Schmierereien und dem BMW, der in der Nacht von Freitag zu Samtag in der Jägerstraße brannte, sei nicht erkennbar.

Der durch die Graffitis entstandene Gesamtschaden wurde auf etwa 4.000 Euro geschätzt. Hauseigentümer und Anwohner erstatteten Anzeige. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei unter ☏ (05141) 277215 entgegen.

Dass der Hengst „Wohlklang“ zuletzt beschmiert wurde, sei Jahre her, sagt Wolfgang Fischer, Pressesprecher der Stadt Celle. Das werde sich die Grünkolonne der Stadtverwaltung im Zuge der Wartungs- und Pflegearbeiten ansehen und gegebenenfalls beseitigen. Noch liege keine Schadensmeldung vor. "Natürlich würden wir dann Anzeige erstatten", so Fischer. Städtische Gebäude seien offenbar nicht von Sprayern beschmiert worden.

Gleich an zwei Jubiläen erinnert die Bronzeplastik "Hengst Wohlklang in der Freiheitsdressur". Gestiftet wurde die Gruppe von der Stadtsparkasse Celle. Aufgestellt und enthüllt wurde sie bei der Feier des 250-jährigen Jubiläums des Landgestüts Celle am 29. August 1985 auf dem Paradeplatz, am 12. Oktober 1985 wurde sie im Schlosspark der Celler Öffentlichkeit übergeben.

Von Dagny Rößler