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Blaulicht In der Altstadt geht Angst vor einem Brandstifter um
Celle Blaulicht In der Altstadt geht Angst vor einem Brandstifter um
10:24 24.06.2010
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

Christine Knobel ist beunruhigt. Zweimal hat es in den vergangenen Tagen in dem Gebäude in der Hehlentorstraße, in dem sie ihre Kontrabasswerkstatt hat, gebrannt. Der jüngste Vorfall ereignete sich am 18. Juni, dem ersten Tag des niedersächsischen Landesfestes in Celle. Bereits zehn Tage zuvor am 8. Juni musste die Feuerwehr anrücken, um brennenden Müll im Hausflur zu löschen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

„Ich fürchte um meine Existenz“, sagte Knobel. In ihrem Geschäft im ersten Stock des Fachwerkhauses in der Hehlentorstraße 20 lagern wertvolle Saiteninstrumente: Kontrabässe, Celli, Violinen, Bratschen und Gitarren. „So ein Kontrabass ist zwischen 25000 und 30000 Euro wert“, erläuterte die Geschäftsfrau und Geigenbauerin.

Wie die Polizei mitteilte, setzte am 18. Juni gegen 23.20 Uhr ein unbekannter Täter im Hausflur des Gebäudes einen mit Bekleidungsstücken gefüllten Korb eines dort abgestellten Fahrrades in Brand. Schmelzendes und brennendes Sattelgummi versengte den PVC-Bodenbelag. Wie die Beamten weiter mitteilten, alarmierten Zeugen die Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma. Diese brachten den brennenden Korb auf die Straße. Die Feuerwehrhauptwache, die anlässlich des Tages der Niedersachsen ständig wie eine Berufsfeuerwehr besetzt war, rückte mit zwei Fahrzeugen an und löschte den Brand. Durch das Eingreifen der Mitarbeiter der Sicherheitsfirma sowie der schnellen Reaktion der Feuerwehr konnte ein größerer Schaden verhindert werden.

Bereits am 8. Juni gerieten Abfalltüten in dem Hausflur in Brand. Ein Rauchmelder alarmierte die Anwohner, die umgehend die Feuerwehr informierten. Die Hauptwache rückte mit vier Löschfahrzeugen und rund 20 Einsatzkräften an. Vorsorglich war auch ein Rettungswagen mit einem Notarzt vor Ort. Die Feuerwehr konnte rechtzeitig die Flammen löschen. Es gab keine Verletzten.