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Blaulicht "Großer Sportfan“ sucht neue Herausforderung
Celle Blaulicht "Großer Sportfan“ sucht neue Herausforderung
13:58 13.06.2010
Von Gunther Meinrenken
Peter Heine ist neuer Präsident des Landessozialgerichts
Peter Heine ist neuer Präsident des Landessozialgerichts Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Heine, der in Göttingen Jura studiert hatte und als Richter am Oberlandesgericht Braunschweig tätig war, hat die letzten 13 Jahre Führungspositionen im Niedersächsischen Justizministerium wahrgenommen. Zuletzt hatte er dort die Gesetzgebungsabteilung für Zivilrecht und Öffentliches Recht geleitet.

Mit dem Sozialrecht war der 53-Jährige in der Vergangenheit nur wenig in Berührung gekommen. Für die neue Position, die der Braunschweiger bekleidet, „ist das aber kein Problem. Ich muss mich da reinfuchsen, andererseits haben über 90 Prozent meiner Aufgaben mit der Verwaltung des Gerichts zu tun“, meinte Heine, der von 2001 bis 2002 zur „Aufbauhilfe“ an das Bezirks- und Landgericht Magdeburg abgeordnet war. „Das war eine sehr interessante Zeit, in der man viel gestalten konnte. Das hat mir schon als junger Mensch immer Freude gemacht.“

Den Wechsel zurück an ein Gericht begründete Heine mit den „besonderen Herausforderungen dieser Aufgabe“. „Die Sozialgerichtsbarkeit ist im Umbruch“, so der neue Präsident des Landessozialgerichts, dem klar ist, das die Sozialgerichte vor allem wegen Hartz-IV im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen. „Darüber dürfen die anderen 50 Prozent der Fälle aus den Bereichen Unfall, Rente und Kranken- und Pflegeversicherung nicht in Vergessenheit geraten.“

Privat ist der ehemalige Leistungssportler aus der „zweiten deutschen Reihe der Mittel- und Langstreckenläufer“ ein „großer Sportfan“ geblieben, besucht einmal im Jahr Spiele von Eintracht Braunschweig, Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg, auch wenn sein Herz eher an der Leichtathletik und dem Basketball hängt. Er selbst geht noch Joggen und spielt Tennis.