Gitarrist gibt Konzert

Drei Stunden vergehen wie im Flug

Der Gitarrist Laurent Quiros hat ein Konzert im La Taverna in Hermannsburg gegeben. Er wurde begleitet von seinem Sohn Fynn und Sängerin Silke Lange.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 27. Mai 2022 | 13:30 Uhr
  • 14. Juni 2022
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  • 27. Mai 2022 | 13:30 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Hermannsburg.

Der in Frankreich geborene Spanier Laurent Quiros ist nicht nur Gitarrist, sondern er glänzt genauso beim Flötenspiel oder beim Gesang. Er spielt keine Musik, er lebt sie und scheint das Talent an seinen Sohn Fynn, der ihn percussionmäßig beim Konzert im La Taverna in Hermannsburg unterstützte, weitergegeben zu haben. Waren beide eine Einheit, hatte man es schwer, sich dazuzugesellen. Doch Silke Lange mit ihrer glasklaren Stimme und im Verlauf des Abends mit wunderschönem Geigenspiel setzte noch das i-Tüpfelchen drauf.

Auftritt mit Abwechslungen

Wo waren die drei Stunden geblieben, die Quiros mit seinem Herzenslied „Imagine“ von John Lennon, beschließen wollte? Sie waren durch die stete Abwechslung zwischen Eigenkompositionen und Liedern von Neil Young, Bob Dylan, James Taylor oder Arlo Guthrie wie im Flug vergangen. „Ich spiele Stücke, hinter denen ich stehen kann“, so Quiros. So wechselte auch die Sprache, in der die Lieder vorgetragen wurden: Englisch, Französisch und Spanisch. Und Quiros wechselte die Gitarren: „Nicht, weil ich zeigen will, wie viele ich davon habe, sondern um mir die lästige Zeit zum Umstimmen zu ersparen.“ In der Zeit konnte man lieber der Musik lauschen, die er kurz erklärte.

Quiros braucht keine gigantische Technik

Er ist kein Musiker, der sein Programm einfach durchzieht, sondern einer, der dem zahlreich erschienenen Publikum mit seiner Musik und seinen Interpretationen einen schönen Abend bereiten möchte. Gleichermaßen freut er sich, wenn er die Tücken der Technik „besiegt“ und begleitet sich mit seinem aufgenommenen Gitarrenspiel selber beim Spiel auf einer Flöte beim selbst komponierten Wiegenlied. Dann spielt er noch mal eben ein Kalimba (Daumenklavier) und singt, dass man den Eindruck des Gesangs eines kompletten afrikanischen Stammes bekommt. Er braucht keine gigantische Technik, er und seine Musik sind genug.

Von Kirsten Pröve-May

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