Ausstellung eröffnet

Gemeinsam – und doch für sich

Die Ausstellung „Petermann und Petermann“ mit Werken von Vater und Tochter wurde in der Galerie Halbach eröffnet.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 24. Mai 2022 | 16:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 24. Mai 2022 | 16:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

In einer ungewöhnlichen Kombination, mit Arbeiten von „Vater und Tochter“, eröffnete am vergangenen Wochenende die Kunstgalerie Halbach in Celle ihre neue Ausstellung. Sowohl Hanna als auch Ulf Petermann sind den regelmäßigen Besuchern der Galerie bereits bekannt. Beide waren mit ihren Bildern in der Retrospektive zum 50jährigen Bestehen der Galerie im vergangenen Jahr vertreten. Jetzt präsentieren Ute Halbach und ihr Team die beiden Künstler in einer spannenden Gegenüberstellung – gemeinsam und doch jeder für sich.

Landschaftsbilder geprägt von Wahlheimat

Man muss etwas näher rücken, um sich die kleinformatigen Bilder von Ulf Petermann genauer anzusehen. Dann aber ziehen sie einen geradezu mitten ins Geschehen, schaffen eine Präsenz, der man sich kaum zu entziehen mag. Momentaufnahmen, vertraut und doch abgerückt. Seine Landschaftsbilder sind geprägt von seiner Wahlheimat – die Strände und Küsten Schleswig-Holsteins - Wetter über Rapsfeldern, Deiche oder Dünen. Mit wenigen prägnanten Strichen das Wesentliche festgehalten.

Stadtbilder in dichter Atmosphäre

Auch die Menschen finden ihren Platz in seinen Bildern – ob beinahe skizzenhaft zwei Sonnenanbeterinnen in „Rückenansicht“ oder im Standvergnügen am Meer. Gesichtslos, nur hingesetzt mit wenigen Tupfern, aber so in vertrauter Bewegung eingefangen, dass man meint, sie zu kennen. Die Farbe nur sparsam aber dann satt eingesetzt in all dem lichten Grau, Sand und Blau von Himmel und Meer. Das gilt noch mehr für die Stadtbilder in dichter Atmosphäre – Abenddämmerung und meistens Regen …

Hanna Petermann hat sich eigenen Stil erarbeitet

Diesen Hang zum Nebulösen haben Tochter und Vater gemeinsam. Bei Hanna ist es der Hintergrund ihrer Szenerien. Dann hört die Gemeinsamkeit aber schon auf. Hanna Petermann hat sich ihren eigenen Stil erarbeitet – auch wenn sie schon als Kind in Papas Atelier Stift und Pinsel geschwungen hat. Ihre Affinität zur Musik kommt nicht von ungefähr. „Schon in der Schule war ich unschlüssig, wohin mich meine Ambitionen mal ziehen“. Zunächst gewann das musikalische Talent. Hanna Petermann studierte Musik, wurde Flötistin und Kammermusikerin und bekam sogar eine feste Stelle in einem namhaften Orchester angeboten. „Aber irgendwie wusste ich, dass es das nicht ist“. Also hat sie sich umentschieden und wurde Malerin – mit ebenso viel Erfolg. Nur die Thematik blieb: Musiker und deren Musik.

Von Doris Hennies

Die Ausstellung ist bis zum 25. Juni in der Galerie Halbach, Großer Plan 14, in Celle zu sehen dienstags bis freitags, 10 bis 18 Uhr, samstags, 10 bis 14 Uhr und nach Vereinbarung.

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