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Hustedt Von SS Ermordeter in Hustedt gedacht
Celle Aus der Stadt Hustedt Von SS Ermordeter in Hustedt gedacht
14:08 19.10.2019
An den Stehlen des Bildungszentrums Hustedt gedachten die Mitglieder der Landesdelegiertenkonferenz des VVN/BdA der bei Hustedt getöteten acht KZ-Häftlinge.  Quelle: Reinhold Weismann-Kieser
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Hustedt

Während ihrer Landesdelegiertenkonferenz gedachte die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) gemeinsam mit vielen Gästen des Bildungszentrum Hustedt der Opfer der Todesmärsche nach Bergen-Belsen.

SS erschießt bei Hustedt KZ-Häftlinge bei Todesmarsch

Einer der letzten Todesmärsche im April 1945 führte vom Konzentrationslager Kleinbodungen am Eichsfeld nach Bergen-Belsen. Häftlinge, die den Strapazen nicht gewachsen waren, wurden von der begleitenden SS erschossen. Noch auf den letzten Kilometern wurden bei Hustedt nachweislich acht Häftlinge ermordet.

Rote Nelken auf Mahnmal niedergelegt

2015 entstand auf dem Gelände des Bildungszentrums Hustedt ein Mahnmal, dessen acht Stehlen daran erinnern. Eine eindrucksvolle Tafel zeigt die näheren Umstände des Todesmarsches. Die Initiative für das Mahnmal ging vom Bildungszentrum Hustedt und der VVN/BdA-Celle aus. Vor vielen Gästen des Bildungszentrums Hustedt erläuterte Horst Stehr von der VVN/BdA-Celle diese Geschichte. Zum Abschluss wurden rote Nelken niedergelegt und das Lied „Moorsoldaten“ der Börgermoor-Häftlinge gesungen.

Resolutionen gegen Syrien-Krieg und NATO-Manöver

Die Landesdelegiertenkonferenz der VVN/BdA wählte einen neuen Landesvorstand, zu deren Sprechern auch der Celler Klaus Meier gehört, der hier vor allem als ACE-Vorsitzender bekannt ist. In mehreren verabschiedeten Resolutionen wendet sich die VVN/BdA gegen den antisemitischen Anschlag in Halle und gegen den Überfall der Türkei auf die kurdisch selbstverwalteten Gebiete in Nord-Syrien. Breit diskutiertes Thema war auch das geplante NATO-Manöver "Defender 2020" vor der russischen Grenze. Diese Maßnahme erhöhe das Konfliktrisiko in Europa. Zudem steigen dadurch die vom Militär ausgehenden Umweltbelastungen. Lars Klingbeil und Henning Otte sowie alle niedersächsischen Bundestagsabgeordneten werden aufgefordert, die Bundesregierung davon zu überzeugen, diesem Manöver keine Truppenübungsplätze, Kasernen und Verkehrswege zur Verfügung zu stellen.

Von cz