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Celle Stadt „Schultheaterfestival hat sich etabliert“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Schultheaterfestival hat sich etabliert“
17:32 20.06.2019
Foto: Auch der Jugendclub des Celler Schlosstheaters ist beim Schultheaterfestival dabei - mit dem aktuellen Stück "Liljedal".
Auch der Jugendclub des Celler Schlosstheaters ist beim Schultheaterfestival dabei - mit dem aktuellen Stück "Liljedal". Quelle: Doris Hennies
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Celle

Zum vierten Mal hat das Junge Schlosstheater Celle die Schulen in der Stadt und aus der Region um Celle ein, ihre im Klassenverband oder in speziellen Theater-AGs entstandenen darstellerischen Werke bei einem dreitägigen Festival zu präsentieren. Unter dem Titel „#impulsiv“ bietet das Schultheaterfestival in der kommenden Woche von Dienstag, 25. Juni, bis Donnerstag, 27. Juni, eine große Plattform für schauspielbegeisterte junge Darsteller wie Zuschauer – und mehr. Denn zum Angebot gehören auch mehrere Workshops und die Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und zu netzwerken – etwa bei dem gemeinsamen Mittagessen im Schlossinnenhof – und sich die Arbeit der anderen anzusehen.

CZ-Mitarbeiterin Doris Hennies sprach mit der federführenden Theaterpädagogin des Schlosstheaters, Charlotte Werner.

Für sie ist es das erste Schultheaterfestival – sie haben den Staffelstab quasi von Aline Bosselmann übernommen. Wie war die Vorbereitung für sie?

Ich hatte das Glück, dass mit Alines Vorarbeit die grobe Struktur schon stand. Trotzdem ist eine gewaltige Aufgabe, die einzelnen Schulen für die Teilnahme zu gewinnen und das Ganze dann zu koordinieren. Das Festival findet jetzt zum 4.Mal statt und man merkt, dass es sich schon gut etabliert hat. Auch die Spielclubs des Theaters sind gut integriert. Bei den letzten Proben, Vorbereitungen und in den Gesprächen mit den Kids und Jugendlichen und ihren Betreuenden zeigt sich die große Vorfreude – und Aufregung, die natürlich auch mich bewegt.“

Was ist zu den Schulen zu sagen, die diesmal dabei sind?

Wir haben auf diesem Festival neun Schulen und die drei Clubs am Start – ein toller Mix durch alle Schultypen und alle Altersklassen, das freut mich besonders. Dabei sind neue Teilnehmer, wie die Käthe-Kollwitz-Schule aus Bergen, die Grundschule Bruchhagen oder die IGS Bothfelden aus Hannover. Leider ist diesmal kein Celler Gymnasium dabei. Das liegt wohl auch an engen Lehrplänen. Die eigenproduzierten Theaterinszenierungen sind außerdem für die Festivaltaktung meist zu lang, man müsste Kurzformen daraus machen oder Ausschnitte wählen – was offenbar zu aufwendig scheint. Es bleibt die Hoffnung, dass sich der Spaß und Erfolg des Festivals weiter herumspricht und vielleicht schon bei der Planung von kommenden Schultheaterproduktionen eine Teilnahmemöglichkeit mit einbezogen wird – für das Dabeisein beim nächsten Mal.

Was erwartet die Teilnehmer?

Wir – das bedeutet vor allem meine rechte Hand Charlyn Ciomber und das ganze übrige Team, ohne die das Ganze Projekt nicht laufen könnte - haben wieder versucht, den Zeitplan so zu erstellen, dass möglichst viele Stücke auch von den anderen Teilnehmern zu besuchen sind. Sehen und gesehen werden ist ein wichtiges Prinzip des Festivals. Menschen, die sich für kreative Gestaltng und Darstellung interessieren sollen sich austauschen können, aber auch gegenseitig inspirieren und stärken. Die Plattform bietet eine Präsentation vor einer größeren Öffentlichkeit (jeder Interessierte kann als Zuschauer kommen) und mit Unterstützung von professioneller Bühnentechnik. Dazu gibt es die Möglichkeit an weiterbringenden Workshops am Nachmittag – jeweils nach den letzten Aufführungen – teilzunehmen: Zum Thema „Neutrale Maskenarbeit“, „Chorisches Sprechen“ oder „Erzähltheater“. Mit Unterstützung der Gastronomie vom „Schlosskönig“ wird es jeweils ein gemeinsames Mittagessen im Schlossinnenhof für kleines Geld angeboten. Ansonsten verpflegen sich die Gruppen selbst. Leider gibt es keine günstige Unterkunftsmöglichkeit für Gruppen in Celle – die Jugendherberge ist ja geschlossen. Deshalb fahren die Gruppen auch jeden Abend wieder nach Hause. Wir hatten Nachfragen, die wegen fehlender Übernachtungsmöglichkeiten dann absagen mussten.

KofferKunst als opulente Schlussveranstaltung

Jedes Festival braucht eine opulente Schlussveranstaltung. In diesem Jahr wird die Idee eines Open- Stage-Angebots mit der letzten Runde „KofferKunst“ dieser Spielzeit verbunden. KofferKunst Celle bietet eine Plattform für Menschen mit künstlerischen Fähigkeiten, die vor einem Publikum zeigen möchten, was sie können. Die sechste Ausgabe wird jetzt in eine Abschlussparty des Schultheaterfestivals „#impulsant4“ integriert – ab 19.30 Uhr in Halle 19.

Celles Mixed Open Stage am Donnerstag ab 19.30 Uhr

Ab 19.30 Uhr heißt es am Donnerstag „KofferKunst - Celles Mixed Open Stage“. Das Junge Schlosstheater Celle hatte das Format zu Beginn dieses Jahres ins Leben gerufen – frei nach der Spielidee „Ich packe meinen Koffer und nehme mit….einen Gitarristen. Oder doch eine Sängerin? Oder einen Komödianten? Eine Schauspielerin? Einen Poetry Slammer?... „Es sollte Platz und Möglichkeiten für alle künstlerischen Sparten sein, die im Grunde auch Publikum brauchen und für Menschen, die etwas persönlich zu präsentieren haben. Das Versprechen des Veranstalters: „Hier bekommt ihr Raum, Ruhm und vielleicht ein kleines bisschen Reichtum zum Reisen“ – denn die Einnahmen im Sparkoffer werden am Ende der Veranstaltung aufgeteilt. Nach den Auftritten ist das Publikum gefragt. Wer wird „Vagabund des Abends“ und darf die Zugabe geben? Um das zu entscheiden, wirft das Publikum „eine kleine Gage nach eigenem Ermessen“ in die jeweiligen Boxen (unentschieden gibt’s auch – dann wird redlich geteilt). Das Geld geht an die Künstler. Wer am meisten Geld in seinem Köfferchen hat, ist der Auserwählte „Vagabund“ – Künstler des Jahres.

Zauberkünstler Arnd Clever ist an Bord

Die Moderation übernehmen auch diesmal Charlotte Werner und Charlyn Ciomber. Auf dem Programm stehen: Zauberkünstler Arnd Clever. (Die Besonderheit ist, dass er in seinem Programm auch singt). SingerSongwriter Chris Biermann, Desmond Lewis (Musik Richtung Indie-Folk, Geige, Gitarre und Gesang), Siegfried Koslowski trägt seine Lyrik über Tiere vor, Maximilian Scheer (SingerSongwriter aus Vechta), „Laura“ (Texterin und Autorin).

High School Musical

Aron und Gina erleben den ganz normalen Schulwahnsinn, als sie von einem Talentwettbewerb im Tanzen erfahren und ohne lange darüber nachzudenken melden sie sich dafür an, da es ein Preisgeld gab, welches ihrer Afrika AG zu gute kommen könnte. Unter Schweiß und Zweifel trainieren sie für die Premiere. Am Tag der Premiere erfahren sie, dass ihre Erzfeindin Kate auch für diesen Tanzwettbewerb angemeldet ist, was sie vor eine Herausforderung stellen wird. Werden sie das Preisgeld für ihre Afrika AG gewinnen?

Oberschule 1 Celle, Mittwoch, 10.40 Uhr bis 11.20 Uhr, in Halle 19

Der Stuhl ist das Objekt

Ein Stuhl ist ein Sitzmöbelstücke, das sich in der Regel aus einem Fußgestell, einer Sitzfläche und einer Rückenlehne zusammensetzt. Zu den Sonderformen gehören unter anderem der Klapp-, Falt- und der Schaukelstuhl. Die Collage „Der Stuhl ist das Objekt“ ist aus Improvisation entstanden. Vier Stühle, vier Spieler, vier Szenen.

Leitung: Katharina Witerzens

Berufsbildende Schulen II, Mittwoch, 12.45 Uhr bis 13 Uhr, im Schloss

Die Pizzafamilie

Die zehnjährige Lucy ist unzufrieden, sie wünscht sich eine richtige Familie. Also macht sie sich auf den Weg und sucht nach Lösungen. Sie trifft auf Menschen und lernt Neues kennen. Dabei entdeckt sie, dass Familie auf unterschiedlichste Art gelebt wird. Mit den neugewonnenen Eindrücken entwickelt sie ihre Idee von einer idealen Familie.

Leitung: Peter Nadolny

Käthe-Kollwitz-Schule Bergen, Dienstag, 9.10 Uhr bis 9.55 Uhr, in Halle 19

Liljedal

Einen großen Teil ihrer Kindheit verbringt Lily damit, am Vänernsee zu sitzen und sich vorzustellen, einfach hineinzuspringen und so lange zu schwimmen, bis sie an ein neues Ufer käme, eine neue Welt, fernab von allem, vor allem von ihrem Zuhause. Der Ort, am anderen Ende des Sees, heißt Liljedal. Ein Ort, so weit weg, und vor allem, ganz allein für sie. Im Sommer kommt Adam zu ihr auf die Lundsbergs skola. Während sich die beiden mit jeder Zigarette näher kommen, werden die Geheimnisse um Lily jedoch immer größer und Adam ahnt noch nicht, welche Katastrophe sich über den Mauern des Internats zusammenbraut…

Leitung: Simon Klösener und Stefanie Winner

Jugendclub des Schlosstheaters, Dienstag, 10.20 Uhr bis 11.30 Uhr, Halle 19

Das Experiment

Der technische Fortschritt schreitet voran. Der Mensch begibt sich zunehmend in die Abhängigkeit von Personalisierungsapps und neuen technischen Medien. Aktuellster Renner ist das Sync-Armband, das dem Träger anhand der Armbandfarbe anzeigt, wie „erfolgreich er im Leben ist“. Nun soll das Verhalten einzelner Jugendlicher in einer Extremsituation getestet werden. Doch das Experiment läuft gefährlich aus dem Ruder…

Leitung: Christiane Rahlfs

IGS Celle Dienstag, 12.35 Uhr bis 13.30 Uhr, im Schloss

Alltagsgeschichten

Die Schüler erwecken mit ihrem rein visuellen Spiel ihre Charaktere zum Leben: Die Putzfrau, der Astronaut, das Brautpaar…es sind Figuren aus dem alltäglichen Leben. Sie erzählen von ihren Wünschen, Abenteuern und der Liebe. Kommt mit in die Welt des Maskentheaters!

Leitung: Katharina Witerzens

Hermann-Reske-Schule, Mittwoch, 9.10 Uhr bis 9.35 Uhr, in Halle 19

Freiheit

Wir haben rebelliert. Nachdem wir die Unterdrücker aus unserer Welt herausgeschmissen haben, können wir jetzt ein erfülltes, glückliches Leben führen. Dachten wir…

Leitung: Sebastian R. Richter und Charlotte Werner

Teensclub des Schlosstheaters, Mittwoch, 9.55 Uhr bis 10.20 Uhr,
in Halle 19

Der verlorene Knopf - oder Wer wird gewinnen?

Vier Kindern gelingt es, die Zeitmaschine eines verrückten Professors zu

reparieren. Sie landen am spanischen Königshof des Jahres 1777. Bei ihrer Landung fällt ein Knopf ab. Die Prinzessin und der Prinz entdecken den interessanten Knopf. Sie entschließen sich, diesen als Preis für den Gewinner des jährlichen Tanzwettbewerbs auszutesten. Den Kindern bleibt keine Wahl, sie müssen an dem Tanzwettbewerb teilnehmen, um in das Jahr 2019 zurückreisen zu können.

Leitung: Dörthe Fabricius

Grundschule Bruchhagen, Mittwoch, 13.20 Uhr bis 13.50 Uhr, im Schloss

Mordsmässig

Krimi – eine feine Gartenparty wird veranstaltet. Dafür muss aber noch ein Bienenkorb entfernt werden, denn einige Gäste könnten sich von den Bienen gestört fühlen. Diese Aktion löst jedoch ungeahnte Entwicklungen aus – auch bei den Bienen…

Sitta Breitenfellner

IGS Bothfeld Hannover, Dienstag, 13.40 Uhr bis 14.25 Uhr, im Schloss

Burn Out

Ein Tag hat vierundzwanzig Stunden. Demnach hat ein Tag sechsundachtzigtausendvierhundert Sekunden. Ein Jahr hat dreihundertfünfundsechzig Tage. Das macht also einunddreißigmillionenfünfhundertundsechsunddreißigtausend Sekunden im Jahr. Aber was genau ist eigentlich Zeit? Und wie nutzen wir sie sinnvoll? Kann man Zeit überhaupt sinnlos verbringen? Was würden Sie tun, wenn ein Agent einer Zeitsparkasse Ihnen anbieten würde Ihre Zeit gewinnbringend zu investieren? Ihre angelegte Zeit wird in einem Zustand der Glückseligkeit verbracht, an einem Ort, an dem es Ihnen an nichts mangelt. Wer würde das nicht gegen seinen stressigen Alltag eintauschen?

Leitung: Charlyn Ciomber und Verena Saake

Kidsclub des Schlosstheaters, Donnerstag, 9.10 Uhr bis 10.20 Uhr,
in Halle 19

Triadisches Ballett

Tänzerisch haben sich die Schüler*innen der Paul-Klee-Schule dem Bauhaus und dem triadischen Ballett von Oskar Schlemmer angenähert. Herausgekommen sind kurze Tanzsequenzen in opulenten Kostümen.

Leitung: Charlotte Werner und Skirmante Borsette

Paul-Klee-Schule, Donnerstag, 10.30 Uhr bis 10.45 Uhr, in Halle 19

Der Kleine Gambin

Der kleine Gambin lebt mit seinem Volk tief verborgen unter der Erde. Kein Mensch hat je einen Gambin gesehen und die Gambins gelten als Fabelwesen. Eines Tages besucht Merle die Nettetalhöhle. Dort hört sie zum allerersten Mal etwas über die Gambins. Fasziniert von der Sage versteckt sie sich in der Höhle. Zunächst fürchtet sie sich sehr, doch dann merkt sie, dass sie nicht allein in der Höhle ist. Sie lernt den Gambin Abalor kennen. Leider schenken die Erwachsenen ihren Worten keinen Glauben. Als man über der Höhle die sogenannten Seltenen Erden findet, gerät die Welt ihres neuen Freundes in Gefahr. Merle erlebt ein Abenteuer, in dem sie und Abalor als Wandler zwischen den Welten Widerstände überwinden müssen.

Leitung: Claudia Schimmel und Karoline Rösener

Grundschule Nadelberg, Donnerstag, 12.15 Uhr bis 13 Uhr, im Schloss

Von Doris Hennies

Dagny Siebke 20.06.2019
Marie Nehrenberg-Leppin 20.06.2019