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Celle Stadt „Wunder von Bonn“ als Vorbild für Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Wunder von Bonn“ als Vorbild für Celle
13:15 13.06.2010
Von Michael Ende
Celle Stadt

Als die Bundesregierung nach der Wiedervereinigung ihren Sitz vom Rhein an die Spree verlegte, schien es, als sei dem beschaulichen Bonn der Weg von der Bundeshauptstadt in die Provinzialität vorgezeichnet. Das Gegenteil war der Fall: Bonn blühte auf, entwickelte sich zum international renommierten Wissenschafts- und Informations-Technologie-Standort. An diesem „Wunder von Bonn“ beteiligt war Thomas Faber. Er soll jetzt auch in Celle die Weichen Richtung Zukunft stellen. „Ich hatte gesagt: Den wollen wir haben; den schlage ich vor. In einer gemeinsamen Sitzung des Verwaltungsausschusses und des Personalausschusses haben wir uns klar für Herrn Faber entscheiden“, sagte gestern Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende.

Derzeit arbeitet Faber als Leiter der Landesinitiative „secure-it.nrw“, die vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Sie hat die Aufgabe, das Innovationspotenzial in Nordrhein-Westfalen auf dem Gebiet der sicheren Informationstechnologie (IT) zu aktivieren und die Basis für den Markterfolg solcher Innovationen zu schaffen. Zuvor war Faber Marketing- und Organisationsleiter des TTIB Technologietransfer- und Innovationszentrums Region Bonn. „Das TTIB unterstützte den Wissens- und Forschungstransfer aus den Wissenschaftseinrichtungen der Region Bonn, bot Innovationsberatung für Unternehmen an und begleitete technologieorientierte Existenzgründer mit Managementberatung“, so Mende. „Ich glaube, dass Herr Faber genau der Richtige für uns ist; mit dem richtigen Blick für unsere Probleme und Chancen – besonders wenn es um das spannende Vorhaben geht, uns als Energie-Cluster zu behaupten und entwickeln.“

„Ich freue mich auf Celle – nicht nur, weil es eine wunderschöne Stadt mit Charme ist, sondern weil sie auch wirtschaftliches Potential hat“, sagte gestern Faber, der am 1. Oktober seinen Dienst im Rathaus antreten soll. Außer mit Kernthemen wie der Betreuung von Unternehmen sowie deren Ansiedlung in Gewerbegebieten („Da muss natürlich auch ein Angebot vorhanden sein“) wolle er sich auch an der Aller mit Innovations-Management beschäftigen, so Faber: „Der im Aufbau befindliche Geothermie-Cluster ist ein sehr zukunftsfähiges Thema. Ich sehe da enorme Chancen für Celle und seine Wirtschaft – und die wollen wir nutzen.“