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Wort zum Sonntag von Pastorin Indra Grasekamp

10:00 05.12.2021
Indra Grasekamp
Indra Grasekamp Quelle: Fremdfotos/eingesandt
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Hermannsburg

Draußen nieselt es und es ist grau und diesig vor meinem Fenster. Ein Wetter, bei dem man sich am liebsten die Decke über den Kopf zieht oder sich mit einer Tasse Tee und einem guten Buch auf das Sofa kuschelt.

Nachrichten lassen Kopf hängen

In den Nachrichten höre ich schon wieder die neusten Einschränkungen für die nächsten Wochen und auch die Probleme in der Welt bringen mich dazu, den Kopf hängen zu lassen. Meine Laune sinkt in den Keller und in meinem Kopf beginnt es sich zu drehen; Spirale abwärts. Da fällt mein Blick auf den Wochenspruch: „Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ (Lk 21,28b)

Was lässt einen den Kopf heben?

Was für eine Aufforderung: „Lass den Kopf nicht hängen und verzweifele nicht, sondern richte den Blick nach vorne“. Doch das fällt nicht leicht, wenn scheinbar alles um einen herum aus Einschränkung und Verzicht besteht und vieles, was zur Freude dient, wieder eingestellt werden muss. Auf was also richte ich meinen Blick und hebe den Kopf?

Licht der Hoffnung

Vor mir sehe ich meinen Adventskranz. Die erste Kerze ist schon angezündet und in Gedanken höre ich die Klänge der Adventskantate „Lichter der Hoffnung“ von Klaus Heinzmann, die ich in dieser Woche das erste Mal in diesem Jahr wieder gehört habe. „Lichter der Hoffnung, Licht, das nicht trügt. Lichter der Hoffnung, Licht, das genügt, das uns erleuchtet und leuchten lässt. Licht, das aus Gott ist, wird uns zum Fest“, heißt es dort im Refrain.

Klänge und Liedtexte zeigen Perspektive auf

Beim Gedanken daran hebt sich meine Stimmung. Die Klänge der Musik und die Liedtexte zeigen eine Perspektive auf. Sie sind nicht überschwänglich, froh und heiter, sondern eher nachdenklich, besinnlich; aber vor allem hoffnungsvoll. In der Musik werden die Probleme nicht einfach übermalt, sondern die Hoffnung auf das, was kommen wird, überstrahlt es wie ein helles Licht. Ein Licht der Hoffnung. Ein ganz besonderes Licht; Jesus Christus, das Licht der Welt.

Voller Vorfreude und Erwartung

Ich hebe den Kopf in der Adventszeit voller Vorfreude und Erwartung und mit Hoffnung. Hoffnung, dass es mehr gibt als das, was es mir gerade schwer macht. Hoffnung, dass Gott an meiner Seite ist und mitgeht, vor allem in den dunklen Stunden; Hoffnung, dass es Licht werde.

Hoffnungsvoll den Blick heben

Und so zünde ich ein Licht an, voller Hoffnung; ich hebe den Blick, weil ich weiß, dass meine Erlösung naht. Amen.

Von Indra Grasekamp

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