Celler Allerinsel

Startschuss an der Speicherstraße

Die geplante Bebauung der Allerinsel strahlt auf die umliegenden Viertel aus. In Neuenhäusen baut Haacke jetzt zwei Bürogebäude. Und das ist noch nicht alles.

  • Von Gunther Meinrenken
  • 19. Feb. 2021 | 12:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Gunther Meinrenken
  • 19. Feb. 2021 | 12:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Während die Celler immer noch auf den ersten Spatenstich für die Bebauung auf der Allerinsel warten , ist auf der gegenüberliegenden Uferseite bereits der Startschuss für die Gestaltung des neuen attraktiven Stadtviertels gefallen. Gestern legten die Haacke Stiftung und die Haacke Treuhand GmbH den Grundstein für zwei Neubauten an der Speicherstraße, begleitet von Trompetenklängen und Gottes Segen, um den der ehemalige Celler Superintendent Bodo Wiedemann und die Neuenhäusener Pastorin Carola Beuermann baten.

Bauherr Wolfgang Haacke: Dreiklang aus Arbeiten, Familie und Natur

Bauherr Wolfgang Haacke möchte mit dem Vorhaben einen harmonischen Dreiklang von Arbeiten, Familie und Natur schaffen. "Für junge Familien werden am Arbeitsort Betreuungsplätze für Kinder und auch die Möglichkeit des Kontakts mit der Elterngeneration in Form von Plätzen für betreutes Wohnen angeboten. Ein 2000 Quadratmeter großer Naturpark bietet die Möglichkeit der Erholung", hebt der 92-Jährige die Vorteile des Projekts hervor.

Standort auf historischem Grund

Die künftigen Gebäude Speicherstraße 14 A und Speicherstraße 14 D werden auf historischem Grund errichtet. An dieser Stelle stand einst der Stechinelli-Speicher aus dem Jahr 1694. Entsprechend aufwändig sei es gewesen, die Vorbereitungen für den jetzigen Bau zu treffen. Bevor das Fundament gegossen wurde, seien allerhand, wenn auch nicht so wertvolle, historische Überbleibsel – vor allem Scherben – aus dem Erdreich befördert worden.

Direkter Anschluss an Brücke zur Allerinsel

"Die beiden massiven Klinkergebäude wurden in nachhaltiger und in überzeugender Energie-Spar-Bauweise geplant", teilt Haacke mit. Die dreigeschossigen Gebäude in unmittelbarer Nähe zu einem Insekten und Vogel freundlichen Park würden "eine gesunde Arbeitsatmosphäre am Ufer der Aller schaffen". Außerdem wird die neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke , die die Allerinsel im Süden an die Speicherstraße anbinden wird, nur wenige Meter von den Neubauten entfernt gebaut. "Dadurch wird eine gute Verbindung zur Altstadt als bedeutender Beitrag zur Belebung der historischen Innenstadt geleistet. Der Kfz-Verkehr wird reduziert und damit die Luft verbessert", sagt Haacke.

Attraktiv für junge Eltern

Wenn es von den künftigen Mietern gewünscht wird, wären die Haacke Stiftung und die Haacke Treuhand GmbH auch in der Lage, einen Kindergarten vorzuhalten. Eine Betriebserlaubnis hat Haacke. "Damit wird der Standort für junge Eltern besonders attraktiv", so der Bauherr. Betreuungsmöglichkeiten könnten im benachbarten Firmengebäude untergebracht werden, acht Plätze für betreutes Wohnen im ehemaligen Wohnhaus von Haacke. Beide Einrichtungen könnten einen 2000 Quadratmeter großen Naturpark nutzen.

2400 Quadratmeter Bürofläche

In jedem der Gebäude stehen 1200 Quadratmeter für Büroflächen zur Verfügung, insgesamt also 2400 Quadratmeter. In einem der Häuser sind bereits zwei Etagen vergeben. Dort wird der Betriebsärztliche Dienst aus Düsseldorf, der jetzt schon zu den Mietern von Haacke zählt, einziehen und sich erweitern. Ansonsten ist der 92-Jährige sicher, genug Interessenten zu finden: "OLG, Amtsgericht, Kreisverwaltung – alle haben großen Platzbedarf."

Haacke investiert 6 Millionen Euro

Die Fertigstellung der beiden Neubauten ist für Ende kommenden Jahres geplant. Insgesamt investieren die Haacke Stiftung und die Haacke Treuhand GmbH 6 Millionen Euro in das Projekt.