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Celle Stadt Wohn-„Leuchtturm" auf Celler Allerinsel
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wohn-„Leuchtturm" auf Celler Allerinsel
18:43 14.12.2015
Von Michael Ende
Die Planungen für den "Wohnturm" zwischen Hafen und Haus der Vereine dürften noch für Diskussionen sorgen. - Entlang des Hafenbeckens sollen moderne Wohnungen entstehen.
Die Planungen für den "Wohnturm" zwischen Hafen und Haus der Vereine dürften noch für Diskussionen sorgen. - Entlang des Hafenbeckens sollen moderne Wohnungen entstehen. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Aufbruchstimmung in Celle: Die Stadt packt die Entwicklung der Allerinsel an. Ein Investorenwettbewerb sollte rings um das fertig sanierte Hafenbecken erste städtebauliche Akzente für das Wohnen am Wasser setzen. Gesucht waren innovative, überzeugende Konzepte, um auf drei Arealen von 1260, 6100 und 7890 Quadratmetern ein komplett neues Stadtviertel entstehen zu lassen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Wie zum Beispiel der elfgeschossige Turm, den die Helma Wohnungsbau GmbH aus Lehrte als Landmarke auf der Insel positionieren möchte.

Neun Investoren hatten zusammen mit Architekten Beiträge für die künftige Bebauung am Hafen entwickelt. Vier davon wurden vom Celler Preisgericht prämiert. Die ausgesuchten Firmen sollen nun ihre Visionen in die Tat umsetzen. Aufbauend auf einem quadratischen Grundriss befindet sich im Erdgeschoss des Helma-Turmes ein gastronomisches Angebot mit Orientierung zum Hafen mit der Slip- und Treppenanlage. Darüber liegen neun Normalgeschosse, aufgeteilt in Ein- und Zweiraumappartements. Im elften Geschoss wird wiederum eine gastronomische Nutzung vorgeschlagen - vom Preisgericht „Sky Bar“ genannt. "Ob es wirklich exakt elf Geschosse sein müssen oder ob auch neun reichen, soll nun noch in Verhandlungen mit dem Investor geklärt werden", so Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD): "Der Turm wird in Celle sicherlich für Gesprächsstoff sorgen."

Eine interessanten, aufgelockerten und doch strukturierten Baukörper mit viel Grün entlang der südlichen Hafenkante mit zur Mühlenaller orientierten Stadthäusern planen die Firma Hofschröer und die Projektbau Lingen GmbH. Ein Marinaquartier mit deutlicher Ausrichtung auf den Stadthafen will die Hamburger Primus Developments GmbH entwickeln. Hier sollen auf der Seite des Hafens fünf viergeschossige Häuser entstehen, die für die Hafenkante eine prägende Wirkung entwickeln sollen.

Auch die Celler Städtische Wohnungsbau GmbH (WBG) ist unter den Preisträgern. Sie bezieht sich architektonisch auf die historischen Celler Fachwerkbauten. Das äußere Bild hat signifikante Übereinstimmungen mit den Altstadtbauten, die Grundrisse jedoch nicht. Das Quartier selbst ist organisiert mit einer Tiefgarage unter drei Quartiershöfen und der Ausrichtung der Wohnungen nach Süden. Der Entwurf ist nach Auffassung der Jury eher als eine kleinteilige „Wohnmaschine“ mit einer "grenzwertigen Dichte" zu verstehen als ein Ensemble kleiner Häuser. Anfang 2016 wolle man mit den Investoren in Verhandlungen über die Detailplanungen eintreten, so Stadtbaurat Ulrich Kinder.

Die Wettbewerbsarbeiten werden noch bis zum 8. Januar im Foyer des Neuen Rathauses der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung ist zu folgenden Zeiten geöffnet: montags und dienstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs und freitags von 8 bis 13 Uhr, donnerstags von 8 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.