Trotz Corona

Wieder Celler Schuleingangsuntersuchungen

Eigentlich sind sie gesetzlich vorgeschrieben: die Schuleingangsuntersuchungen. Doch in letzter Zeit fielen sie in Celle aus. Darum finden sie nun wieder statt.

  • Von Michael Ende
  • 25. Feb. 2021 | 18:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Michael Ende
  • 25. Feb. 2021 | 18:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
Anzeige
Celle.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Schuleingangsuntersuchungen für Kindergarten-Abgänger sollen nun doch wieder stattfinden. Nachdem die Kreiselternrats-Vorsitzende Kathrin Langel kritisiert hatte, dass der Landkreis Celle wegen der hohen Belastung seines Gesundheitsamtes im Zuge der Pandemiebekämpfung keine anbiete, hat die Kreisverwaltung reagiert. "Ab sofort und als Angebot an alle Erziehungsberechtigten, die eine Beurteilung der Schulreife ihres eigenen Kindes wünschen", so Landkreis-Sprecher Tore Harmening.

Aussetzer wegen Corona

Er verweist auf die Situation im Oktober 2020: "Innerhalb weniger Wochen stieg die Zahl der an Corona Infizierten exponentiell an, und das Gesundheitsamt musste unter Aufbietung aller eigenen und Mobilisierung auch externer Kräfte in kurzer Zeit Fallermittlungs- und Kontaktnachverfolgungsmaßnahmen hochskalieren." Für diese vordringlichen Aufgaben habe man auch den Jugendärztlichen Dienst einsetzen müssen. Nachdem sich seit einigen Tagen die Zahl der Neuinfektionen stabilisiere, nehme das Gesundheitsamt nach und nach auch seine anderen Aufgaben wieder wahr. "Dazu zählen auch die Schuleingangsuntersuchungen", so Harmening.

Angebot für alle Eltern

Der Landkreis-Sprecher betont, dass es auch Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt gebe, bei denen festgestellt werden könne, ob bei einem Kind körperliche Defizite vorhanden seien, aufgrund derer es nicht ohne weiteres eingeschult werden könne. Gleichwohl wolle man die Untersuchungen wieder ermöglichen: "Daher werden wir dies allen Erziehungsberechtigten anbieten, bei denen auch der tatsächliche Wunsch vorhanden ist. Außerdem werden wir auch Kinder einladen, bei denen Eltern oder Erzieher Sorgen um die Schulfähigkeit des Kindes haben." Auch wenn es "klar auf der Hand" liege, dass für das kommende Schuljahr nicht alle Kinder untersucht werden könnten, versichert Harmening: "Unser Ziel ist es, einen möglichst großen Teil von Kindern zu sehen, die von einer Schuleingangsuntersuchung profitieren würden."