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Celle Stadt „Wenn ich diesen Song höre, denke ich an …“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Wenn ich diesen Song höre, denke ich an …“
12:56 13.06.2010
Adrian Muskatewitz
Adrian Muskatewitz Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Lieder, die bewegen - die das Leben begleiten: Einen Song hören, das bedeutet viel mehr als nur das Lauschen rhythmischer Klänge. Ertönt die Melodie, werden Erinnerungen wach. Sei es eine unvergessliche Party, ein abenteuerlicher Urlaub oder auch Trauer und Schmerz. Celler Jugendliche erzählen CickZack von ihren ganz persönlichen Kultsongs und welche Erlebnisse sie mit genau diesen Liedern verbinden.

Sarah Heppner aus Celle erinnert sich an eine ganz enge Freundschaft, wenn sie von der britischen Popband „S Club 7“ den Song „Bring it all back“ hört. Das Lied war zugleich der Soundtrack der „S Club 7“-Serie, in der die sieben Bandmitglieder auftraten und so ihren musikalischen Werdegang verfilmten. Als die Serie im Jahr 1999 ausgestrahlt wurde, wechselte Sarah gerade die Schule - von der Orientierungsstufe in Vorwerk zur Realschule in Westercelle. „Dort habe ich meine Freundin Josefina kennengelernt. Wir haben uns jeden Freitag getroffen und zusammen die Serie angeschaut“, erinnert sich die 21-Jährige. Der Song fordere zum Tanzen und Mitsingen auf. Er erinnert Sarah an Erlebnisse, die sie nicht missen möchte. „Wenn wir dieses Lied hören, schwelgen wir immer in alten Zeiten, wie wir uns kennengelernt haben und wie viel Blödsinn wir doch gemacht haben“, erzählt die Cellerin.

Im Gepäck ihre „Vampys Hit Mix“-CD - und los ging es für Annika Macke im vergangenen Jahr nach Dänemark. Dort hat die 21-Jährige mit vielen weiteren Abiturienten der Celler Gymnasien das Ende der Schulzeit gefeiert. „Es war eine meiner ersten CDs. Sie hat mich sehr oft begleitet“, erzählt die Nienhagenerin. Zu dem Lied „Coco Jambo“ von der Band „Mr. President“ stieg in dem Haus, in dem Annika wohnte, die Party. Das typische Lied der Dänemark-Fahrt sei allerdings „Remmidemmi“ von „Deichkind“ gewesen. „Coco Jambo“ weckt in Annika aber persönlichere Erinnerungen. „Ich denke da beispielsweise an die Autofahrt. Am liebsten höre ich das Lied gemeinsam mit meinen Mädels, die auch in Dänemark dabei waren“, verrät die 21-Jährige. Ganz nebenbei lässt der Song den Stress des Alltags vergessen. „Wenn ich das Lied höre, habe ich immer Lust total auszuflippen, abzutanzen und Spaß zu haben“, sagt Annika.

Wenn Dominik Schack die Rockballade „Wind of change“ von der Band „Scorpions“ hört, bekommt er Gänsehaut. „Das ist das einzige Lied, das das schafft“, sagt 21-Jährige aus Habighorst. Der Song erinnert ihn nämlich an eine Klassenfahrt nach Hohegeiß im Harz. Die damaligen Achtklässler hatten jeden Tag ein volles Programm, unter anderem sind sie geklettert, wobei sie sich gegenseitig absichern mussten. „Die Fahrt sollte auch die Klassengemeinschaft stärken. Am Ende waren wir wirklich eine verschworene Truppe“, erinnert sich der ehemalige Ernestiner. Eine Klassenkameradin hatte eine Gitarre dabei. Und so haben sich die Schüler abends im Gemeinschaftsraum getroffen und beispielsweise den Song „Wind of change“ gesungen. „Das Lied passte ganz gut, denn die Klasse hat sich nach der Fahrt verändert“, sagt Dominik.

Früher hat Adrian Muskatewitz aus Nienhagen das Lied „Time of your life“ von der Band „Green Day“ oft gehört. Sein Musikgeschmack hat sich geändert, doch dieser Song erinnert ihn immer wieder an die „unbeschwerte Zeit der Jugend“. Es waren Tage, an denen er in den Sommerferien mit seinen Freunden zelten war, oder Abende, an denen sie gemeinsam ausgegangen sind. „Jetzt studiere ich, arbeite nebenbei, habe eine eigene Wohnung und muss beispielsweise auch zusehen, dass ich etwas im Kühlschrank habe“, erzählt der 21-Jährige. Trotz allem genießt es der Wahl-Magdeburger, auf eigenen Beinen zu stehen.

Musik ist sein Leben und deshalb sei es besonders schwer, nur einen Kultsong zu nennen, findet Michael Karas. Es gebe schließlich so viele gute Lieder. Dennoch fällt seine Wahl auf den Song „Tequila Sunrise“ von der Band „The Eagles“. „Ich verbinde damit einfach sehr gute Musik“, sagt der 22-Jährige. Er ist selbst Musiker und spielt den Song auch manchmal auf seinen eigenen Konzerten. Doch nicht nur da - Michael greift auch zur Gitarre, um sich zu entspannen. „Wenn ich lerne und gerade eine Pause mache, spiele ich das Lied auch sehr gerne“, erzählt der Celler.

Von Carolin Hampel