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Celle Stadt Wenn das Celler Christkind sich vergriffen hat
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wenn das Celler Christkind sich vergriffen hat
17:19 29.12.2015
Auch nachWeihnachten ist die Celler Innenstadt noch gut gefüllt. Jetzt werden Geschenke umgetauscht oder Gutscheine eingelöst. 
Auch nachWeihnachten ist die Celler Innenstadt noch gut gefüllt. Jetzt werden Geschenke umgetauscht oder Gutscheine eingelöst.  Quelle: Benjamin Westhoff
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Die Tage zwischen den Jahren sind traditionell Umtauschzeit. Viele Kunden wollen dann ungeliebte und missglückte Weihnachtsgeschenke ins Geschäft zurückbringen. Die Händler sind bei der Rücknahme der Waren meist sehr entgegenkommend. Sie bieten einen Umtausch gegen eine andere Ware oder einen Gutschein an. Selten gibt es auch Bargeld zurück.

Am höchsten ist die Zahl der Rückgaben in den Bereichen Bekleidung, Mode und Schuhe sowie bei Elektroartikeln. Der Handelsverband Deutschland (HDE) schätzt den Anteil von Artikeln, die nach Weihnachten auf Kulanz umgetauscht werden, auf etwa 2,5 Prozent. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Deutschen ein sehr gutes Gespür dafür haben, was sich die anderen wünschen. So auch Tom Kirchmeyer und Doris Warnecke aus Celle. Er bekam ein Zelt, sie Bücher zum Fest. „Wir kennen uns schon so lange, dass Fehlkäufe selten geworden sind“, sagen die beiden unisono. Noch einfacher ist es bei Detlef und Marion Thümling: „Wir haben uns nichts geschenkt, weil wir uns schon ein Auto gekauft haben. Das war teuer genug.“

Wer sich nicht traut, den Käufer nach dem Kassenbon zu fragen, der kann sein Präsent auch im Internet verkaufen. Eine Möglichkeit sind Auktionen im Netz. Aber auch bei Online-Tauschbörsen oder per Kleinanzeige in der Zeitung lässt sich das Präsent weitergeben. Wer im Internet verkauft, sollte sich aber unbedingt als privater Verkäufer anmelden. Dann muss nämlich kein Widerrufs- oder Rückgaberecht eingeräumt werden. Mit einem Hinweis kann auch die gesetzliche Gewährleistung ausgeschlossen werden. Der Satz: „Die Ware wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft“ schafft Klarheit.

Die Angaben über die im Internet angebotenen Artikel müssen korrekt sein. „Wer falsche oder unzureichende Beschreibungen angibt, führt den Käufer wissentlich hinters Licht“, mahnt der Hightech-Verband Bitkom. Zudem riskiert derjenige schlechte Bewertungen, die künftige Verkäufe auf derselben Plattform erschweren. Der Verband warnt zudem davor, einfach schnell Fotos und Produktbeschreibungen von den Hersteller-Seiten zu kopieren. „Bilder und Texte im Internet sind in der Regel urheberrechtlich geschützt.“ Deshalb besser eigene Fotos schießen und eigene Texte schreiben. Der Versand der Waren schließlich sollte nur versichert erfolgen.

Wer sein Geschenk nicht mag, kann es auch einfach bei der nächsten Gelegenheit weiter verschenken. Das macht laut Bitkom-Umfrage fast jeder Vierte. Dabei sollte aber auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass kein Name oder Grußwort auf der Verpackung steht. Vielleicht löst das Präsent beim nächsten Empfänger dann echte Freude aus.

Von Alexander Hänjes