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Celle Stadt Weimarer Bläser als Höhepunkt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Weimarer Bläser als Höhepunkt
15:16 13.06.2010
Celle Stadt

150 Jahre alt ist der Künstlerverein Celle inzwischen fast, und er dürfte mit diesem Alter wohl eine einzigartige Tradition in Celle repräsentieren. Er bietet traditionell vor allem klassische Konzerte und Vorträge an. Vorwiegend genutzter Veranstaltungsort ist der Beckmannsaal. Das besondere Profil des Künstlervereins liegt darin, dass man dort auf Konzertprogramme setzt, die nicht „von der Stange kommen“, sondern Besonderheiten bieten, die andernorts nicht zu hören sind. Künstlervereins-Vorsitzender Heinz-Jürgen Dietrich ist verständlicherweise ein wenig stolz darauf, dass er zu vielen der von ihm verpflichteten Künstler einen so guten Draht hat, dass diese maßgeschneiderte Programme nach seinen Vorstellungen anbieten.

Es gibt Komponisten, die er für zu wenig gespielt erachtet. Im Gespräch fallen öfter die Namen Joseph Haydn und Luigi Boccherini. Und diese werden dann auch immer wieder einmal in einzelnen Konzerten gespielt.

Im kommenden Jahr steht ein Haydn-Trio beim Konzert des Trio Cantabile am 12. Februar auf dem Programm. Ein weiteres Werk dieser Art wird auf historischen Instrumenten, so unter anderem auf dem kostbaren Hammerflügel von Georg V, am 4. Juni im Festsaal des Schlosses aufgeführt. An diesem Abend ist außerdem noch ein Klavierquartett von Prinz Louis Ferdinand von Preußen angekündigt.

Boccherini wird, neben Schubert, am 7. April beim Konzert des Flensburger Streichquartettes zu erleben sein. Highlight der diesjährigen Planungen dürfte das Gastspiel des Weimarer Bläserquintettes werden. Dieses junge Ensemble hat sich in den letzten Jahren sogar international profilieren können. Am 17. September dürfte dieses Ensemble in der Neuenhäuser Kirche mit Werken von Danzi, Reicha und Hindemith für volle Reihen sorgen.

Auch beim Konzert mit dem hannoverschen Cellisten Christoph Marks sollte der Zuspruch gesichert sein, spielt dieser doch am 26. November unter anderem die so eingängige und inspirierte wie selten gespielte g-moll-Sonate von Edvard Grieg.

Ganz andere Raritäten gibt es am 11. Mai mit dem Barock-Violinisten Christoph Mayer. Er spielt neben einer Bach-Sonate weitgehend unbekannte Violinmusik aus der Zeit von 1600 bis 1750.

Ein kleinen Programmschwerpunkt hat Dietrich dieses Jahr auf Robert Schumann gelegt, dem am 26. August ein Liederabend und am 29. Oktober ein Klavierabend gewidmet sein wird.

Ergänzt wird das Programm noch durch einen Schopenhauer-Vortrag des Vorsitzenden selbst am 10. März und einen Abend zur Kreutzer-Sonate in Wort, Bild und Ton am 1. Oktober. Karten für die Veranstaltungen gibt es nur an der Abendkasse.

Von Reinald Hanke