Viele Veranstaltungen

Der „Kultursommer“ startet durch

Vor sechs Wochen ging er an den Start: der Celler Kultursommer 2022, Initiatorin Birgit Nieskens ist mit der Resonanz mehr als zufrieden

  • Von Jürgen Poestges
  • 15. Juni 2022 | 20:13 Uhr
  • 21. Juni 2022
  • Von Jürgen Poestges
  • 15. Juni 2022 | 20:13 Uhr
  • 21. Juni 2022
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Celle.

Vor sechs Wochen ging er an den Start: der Celler Kultursommer 2022. „45 Veranstalter, ob groß oder klein, sind bereits im Kulturnetzwerk dabei“, sagt Organisatorin Birgit Nieskens. „Und wir haben 74 verschiedene Orte in Stadt und Landkreis, die bereits vertreten sind auf der Internetseite.“ Damit sei sie mehr als zufrieden. „Es ist zwar noch nicht überall angekommen, dass dieses Netzwerk für jeden Kulturschaffenden offen steht“, sagt sie. „Aber ich bin bisher rundum zufrieden damit, wie es läuft.“

Bis zum Montag dieser Woche wurden 215 Einträge von Kulturveranstaltungen vorgenommen, 82 davon haben bereits stattgefunden, 133 stehen noch bevor oder laufen längerfristig, wie zum Beispiel Ausstellungen.

Kulturbegriff breit gefasst

Wichtig ist Nieskens vor allen Dingen eines: „Der Kulturbegriff soll so breit wie möglich gefasst werden“, sagt sie. „Das bedeutet, ein Dorffest, auf dem auch Live-Musik geboten wird, gehört auch auf die Internetseite.“ Ihrer Erfahrung nach haben vor allen Dingen die ehrenamtlichen Veranstalter in den kleineren Kommunen des Landkreises die Internetseite noch nicht bestückt. „Das liegt aber keineswegs daran, dass sie es nicht wollen“, ergänzt Lucas Rosenbaum, der für das Marketing im Celler Schlosstheater zuständig ist. „Ich weiß, dass es häufig so ist, dass die Veranstalter vor Ort so viel mit der Organisation zu tun haben, dass sie schlicht nicht dazu kommen.“ Da steht dann aber Birgit Nieskens bereit. „Wenn ich das mitbekomme, trage ich das auf der Internetseite ein, es dauert ja nicht so lange.“

Netzwerk hilft beim Austausch

„Berührungsängste“ mit den vermeintlichen „Großen“ wie Schlosstheater, CD-Kaserne, „Kultur querbeet“ oder „Kulturpflanzen“ stellt Nieskens indes nicht fest. „Klar, zu Beginn waren erst einmal nur die Termine der CD-Kaserne auf der Seite, aber ganz schnell kamen viele andere, auch kleinere Veranstaltungen, dazu.“ Karsten Dapper („Kultur querbeet“), Katharina Witerzens („Kulturpflanzen“) und Steffi Fritzsche von der CD-Kaserne sind froh über die Vernetzung mit anderen Veranstaltern. „Es gibt da immer wieder einen Austausch, jeder kann Tipps an andere weitergeben“, sagt Fritzsche. „Das macht dieses Netzwerk zum Kultursommer so besonders.“

Mit Reichweite zufrieden

Witerzens und Dapper erreichen so eine breitere Öffentlichkeit als „nur“ über die eigenen sozialen Netzwerke. Über Facebook zum Beispiel hat der „Kultursommer“ 10.351 Personen erreicht. „Durch das Weiterleiten in andere große Facebook-Gruppen ist die Reichweite aber noch viel größer“, sagt Nieskens. 1201 Follower hat die Seite, 1005 Likes.

Die Auswertung nach Alter und Geschlecht zeigt, dass vor allen Dingen Frauen Facebook nutzen, die meisten in der Altersklasse 35 bis 44 Jahre. Insgesamt aber schauen die 25- bis über 65-Jährigen regelmäßig auf die Posts bei Facebook.

So ist die Initiatorin hochzufrieden mit dem Erreichten. „Wir sind aber noch lange nicht am Ende. Und wir sind offen für alles und jeden. Es können immer noch mehr werden“, hofft sie auf regen Zuspruch aus Stadt und Landkreis.