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Celle Stadt In Paris gefundenes Mädchen ist Isabella
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Vater identifiziert vermisste Isabella O. aus Celle in Paris

18:00 07.04.2021
Von Christoph Zimmer
Isabella O. wurde rund zwei Wochen nach ihrem Verschwinden in Paris gefunden. 
Isabella O. wurde rund zwei Wochen nach ihrem Verschwinden in Paris gefunden.  Quelle: Polizei Celle
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Celle

Jetzt bringt ihr Vater sie nach Hause: Nachdem der mysteriöse Vermisstenfall um das Verschwinden der 16 Jahre alten Isabella O. (16) aus Celle die ganze Stadt in Atem hielt, ist die Schülerin nach knapp zwei Wochen wieder auf dem Weg zu ihrer Familie. Gemeinsam mit Polizisten der Soko Isabella aus Celle reiste der Vater am Mittwochmorgen nach Frankreich, um das in Paris gefundene Mädchen zu identifizieren. Am Abend steht eindeutig fest: Es ist Isabella. In wenigen Stunden ist sie wieder zu Hause.

Die Suche nach der vermissten Isabella aus Celle hat in Frankreich ein glückliches Ende gefunden. Eigens angereiste Ermittler der Polizei Celle haben am Abend festgestellt, dass es sich bei dem in Frankreich angetroffenen Mädchen mit Sicherheit um die seit dem 22. März vermisste Isabella handelt. Ihr Vater war ebenfalls dabei. Eine Rückführung im Beisein des Vaters ist für Donnerstag geplant. Die Ermittlungen zur weiteren Aufhellung des Falles dauern an.

Ermittler der Polizei haben das Schlimmste befürchtet

Dabei hatten die Ermittler nach mehr als zwei Wochen vergeblicher Suche das Schlimmste befürchtet. Die Gymnasiastin sei mutmaßlich Opfer eines Gewaltverbrechens geworden, teilte die Polizei am Ostermontag mit. Chefermittler Daniel Dahlke bat in einem aufrüttelnden Facebookvideo um Hilfe. Allen Menschen, die diesen Post geteilt hätten, sei es zu verdanken, dass der Hinweis auf Frankreich gekommen sei, sagte Insinger. Das Video auf Facebook wurde bis Mittwoch 270.000 Mal angeschaut und 7500 Mal geteilt.

Nach dem Verschwinden sind viele Fragen offen

Also Ende gut, alles gut? Die Polizei schließt weiter nicht aus, dass eine Straftat hinter Isabellas Verschwinden am 22. März stehen könnte. Denn warum die Schülerin mit Spitznamen Isi an jenem Vormittag unbemerkt ihr Elternhaus verließ, ist ungeklärt. Sie und ihr jüngerer Bruder saßen im Homeschooling zuhause. Dem Jungen fiel erst mittags auf, dass seine Schwester fehlte. Die Eltern riefen noch am gleichen Tag die Polizei.

Isabella in Frankreich gefunden

Rund zwei Wochen war sie verschwunden - jetzt ist Isabella aus Celle in Frankreich aufgetaucht. Dort sei ein Mädchen in Obhut, das mit hoher Wahrscheinlichkeit die 16 Jahre alte Isabella sei, so die Sprecherin am Mittwochmorgen. "Sie lebt, und das ist eine gute Nachricht."

In der ganzen Stadt suchten Familie und Freunde von Isabella O. nach dem vermissten Mädchen.  Quelle: Christian Link

Nach der Identifizierung des Mädchens soll auch die offizielle Fahndung zurückgenommen werden. Am Donnerstag oder Freitag wollten die Behörden abschließend über den Fall berichten.

Mädchen seit rund zwei Wochen vermisst

Das Mädchen mit dem Spitznamen Isi hatte am Vormittag des 22. März unbemerkt ihr Elternhaus am Holzhof in Celle verlassen. Die Jugendliche hatte weder Schlüssel noch Geldbörse oder Handy mitgenommen. Deshalb ging die Polizei davon aus, dass sie jemanden in der Nähe des Hauses treffen wollte. Es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass Isabella weglaufen wollte, hieß es zuletzt.

Polizei am Tag des Verschwindens eingeschaltet

Die Eltern schalteten noch am gleichen Tag die Polizei ein. Eine Sonderkommission wertete Kontakte der Jugendlichen in Chatgruppen und in sozialen Netzwerken aus.

Die meisten vermissten Kinder und Jugendlichen tauchen nach Erfahrung der Polizei nach wenigen Stunden oder Tagen wieder auf. Doch es gibt auch Ausnahmen, und manche Schicksale bleiben dauerhaft ungeklärt.

Knapp 1300 Menschen in Vermisstendatei des LKA Niedersachsen

In der fortlaufenden Vermisstendatei des Landeskriminalamtes Niedersachsen waren zum Jahresende knapp 1300 Personen verzeichnet. Dazu zählten 202 männliche und 160 weibliche Jugendliche. Seit 2001 wird in Niedersachsen die damals 15 Jahre alte Katrin Konert aus dem Kreis Lüchow-Dannenberg vermisst.

Rechtlich macht es einen Unterschied, ob es eine minderjährige oder eine erwachsene Person vermisst wird, wie die Polizei in Bremen erläuterte. Erwachsene dürfen ihren Aufenthalt frei wählen, sie sind auch Verwandten keine Rechenschaft schuldig. Die Polizei versucht, den Aufenthaltsort zu ermitteln. Sie greift aber nur bei einer Straftat ein. Kinder und Jugendliche dürfen ihren Aufenthalt nicht frei bestimmen. Deshalb geht die Polizei immer von einer Gefahr für Leib und Leben aus, wenn Minderjährige aus ihrem Umfeld verschwinden.

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