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Celle Stadt Trafostation erneuert
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Trafostation erneuert
15:28 13.06.2010
Celle Stadt

6.01 Uhr, Vorplatz: Zwischenzeitlich ist der Kranwagen eingetroffen. Er wird später die 630-Kilowatt-Station in ein bereits ausgehobenes Loch im Westhang des Schlosses heben. Zischend baut sich in der Hydraulik der Druck ab. Klappernd lässt der Kranführer große Holzbohlen fallen: Sie werden unter die ausfahrbaren Stützen des Fahrzeuges gelegt. Der Haken des Kranes schwingt herum. Ballast wird auf das Vorderteil des Kranes gelegt, um die Standfestigkeit zu erhöhen und größere Lasten tragen zu können.

6.20 Uhr, Westseite: Ein dreiviertel Jahr lang hat Martin Reimer diesen Tag geplant. Jetzt sieht der Anlagenverantwortliche für Trafostationen bei der SVO Celle, wie der Kranwagen die Schotterpiste am Schloss in hohem Tempo emporklettert. Der Fahrer muss aufpassen, dass er nicht einsinkt: Zehn Zentimeter unterhalb der festen Pistenoberfläche ist nur noch Sand.

7.36 Uhr: Der Kran stellt seinen Auflieger ein Stück neben die Piste, um Platz für den Schwerlastzug mit der Trafostation zu schaffen. Die Zugmaschine des Aufliegers fährt rückwärts den Schlossberg hinunter. Im Gegenzug kommt der Schwerlastzug den Berg hinauf. Die Trafostation wird klirrend von ihren Ketten befreit.

8.14 Uhr: Der Kran hebt die Trafostation in die Höhe und dreht sie in Richtung Schloss. 26 Tonnen hängen am Haken. Der Kranführer bedient seinen Steuerknüppel zentimetergenau, um die Station an die gewünschte Stelle zu hieven. Ein Bauarbeiter mit der Nummer Eins auf dem roten Helm navigiert ihn mittels Handzeichen.

8.26 Uhr: Die Trafostation steht bombenfest im Westhang. Reimer und die Bauarbeiter lassen ihre Helme sinken. Der Kranführer klinkt den Haken seines Arbeitsgerätes wieder an der Stoßstange ein.

Von Paul Gerlach