BGH befasst sich mit Fall

Tödliche Attacke: Revision im Fall Arkan K.

Im Fall des in Celle getöteten Jugendlichen Arkan K. haben Nebenkläger und Angeklagter Revision gegen das Urteil eingelegt. So sieht das weitere Prozedere aus.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 29. Okt. 2020 | 19:41 Uhr
  • 14. Juni 2022
Blumen am Tatort an der Bahnhofstraße, an dem der 15-jährige Arkan H.-K. zusammengebrochen ist.
  • Von Cellesche Zeitung
  • 29. Okt. 2020 | 19:41 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Das Verfahren gegen Daniel S. geht in die nächste Instanz. Das Landgericht Lüneburg hatte S. wegen Totschlags verurteilt und die unbefristete Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet . Der 30-Jährige hatte am 7. April in der Celler Bahnhofstraße den 15 Jahre alten Arkan K. mit einem Messer angegriffen. Der Schüler erlag eine Stunde nach der Attacke im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Bundesgerichtshof befasst sich mit Celler Fall

„Wir haben eine Revision der Nebenkläger und eine des Angeklagten“, sagte gestern Landgerichtssprecher Nicolas-Uwe Vollersen. Nach Zustellung der schriftlichen Urteilsbegründung haben die Anwälte vier Wochen Zeit, ihre Sicht vorzutragen. Anschließend gehen die Unterlagen an den Bundesgerichtshof nach Karlsruhe. Der 3. Strafsenat überprüft die Entscheidung der Lüneburger Schwurgerichtskammer und vergleicht diese mit den übermittelten Argumenten der anderen Verfahrensbeteiligten.

Prozedere dauert sechs bis neun Monate

Das ganze Prozedere verschlingt Zeit, in der Regel sechs bis neun Monate. Erst dann steht fest, ob es eine Neuauflage des Verfahrens vor einer anderen Strafkammer in Lüneburg gibt oder der Vorsitzende Richter Franz Kompisch eine tadellose juristische Arbeit ablieferte und die Totschlags-Verurteilung mit der Unterbringung in der Psychiatrie korrekt war.

Von Benjamin Reimers

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