Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Celle Stadt Er ist der neue Pastor in Groß Hehlen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt

Titus Eichler ist neuer Pastor in Groß Hehlen

16:49 15.09.2021
Von Oliver Gatz
Titus Eichler
Titus Eichler
Anzeige
Gross Hehlen

Die evangelische St.-Cyriacus-Gemeinde in Groß Hehlen hat einen neuen Pastor: Titus Eichler. Mit Religion als Werkzeug in der Seelsorge kennt sich der Geistliche aus.

Pastor Titus Eichler suchte Halt in der Gothicszene

Geboren und aufgewachsen in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz, stolperte der junge Mann ziemlich orientierungslos durch seine Teenagerjahre Ende der Neunziger. In der Gothicszene versuchte Eichler, Halt zu finden, doch stattdessen schwand immer mehr das Gefühl, das Leben genießen zu können. „In dieser für mich sehr schwierigen Zeit erinnerte ich mich an den ständig wiederholten Satz meines Pfarrers: ‚Beten hilft’“. Mit diesem Gedanken im Kopf habe er eines Tages angefangen zu beten – „und allmählich ging es mir tatsächlich besser. Ich spürte neue Energie, fand wieder Freude am Leben – und entdeckte so meinen Glauben.“ Gut 20 Jahre später hat dieser Glaube Titus Eichler bis nach Groß Hehlen geführt.

Fall der Berliner Mauer als Kind erlebt

Hinter dem 1982 geborenen Eichler liegt bereits ein bewegtes Leben. Unvergessen, wie seine Mutter im November 1989 das alte schwarz-weiße Kofferfernsehen vor Aufregung anschrie, weil in Berlin die Mauer gefallen war. „Mein Stiefvater dachte zunächst, meine Mutter würde ihn veralbern. War aber bekanntlich nicht so.“

Der evangelischen Kirche verbunden

Eichler, der zwei Jahre zuvor getauft worden war, wurde später als einziger in seiner Klasse konfirmiert und wuchs mit dem Gefühl auf, sich für seine Zugehörigkeit zur Kirche rechtfertigen zu müssen. Er engagierte sich in der Jugendarbeit seiner Gemeinde und schrieb sich schließlich für Theologie und Geschichte ein. 2008 begann er das Pfarramtsstudium.

Pastor in Groß Hehlen liegt Seelsorge besonders am Herzen

Zwei Jahre später zog es Eichler aus persönlichen Gründen erstmals nach Niedersachsen. Über Hildesheim landete er in Göttingen, wo er seine heutige Frau kennenlernte. Inzwischen hat das Paar drei Kinder – und eine Hündin. „Kirchenarbeit ist für mich Teamwork“, sagt er, „wichtig ist mir, dass wir alle auf Augenhöhe miteinander agieren.“ Die Konfirmandenarbeit liegt ihm dabei besonders am Herzen. Ein zweites Steckenpferd ist für den neuen Pastor die Seelsorge. „Für mich ist Seelsorge fast mit das Wichtigste als Christ. Da finde ich mich wieder, da weiß ich, warum ich diesen Beruf ergriffen habe.“

Celle Stadt Klinik für Geriatrie - Celler AKH hat neuen Chefarzt
Oliver Gatz 15.09.2021
Susanne Harbott 15.09.2021
Christoph Zimmer 15.09.2021