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Celle Stadt „The Keltics“ mit Power-Auftritt in der CD-Kaserne
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „The Keltics“ mit Power-Auftritt in der CD-Kaserne
13:15 13.06.2010
Mit irischen Klängen haben die Keltics am Freitagabend in der CD-Kaserne rund 1000 Besucher begeistert.
Mit irischen Klängen haben die Keltics am Freitagabend in der CD-Kaserne rund 1000 Besucher begeistert. Quelle: Peter Bierschwale
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Musikalisch gehören sie zu den Besten der Celler Region, aber ihre verrückte Bühnenshow war auch nicht zu verachten, und die wurde vom Publikum mit anhaltendem Jubel begleitet.

Die erste halbe Stunde des Konzerts gehörte jedoch dem eigenen Nachwuchs: Söhne und Töchter der Bandmitglieder eiferten als „Mini-Keltics“ ihren Vorbildern nach und spielten Traditionals wie „Moly Malone“ oder „Wild Rover“. Das klang schon recht passabel, und die Nervosität der jungen Musiker schien sich im Verlauf ihres Auftritts zu legen. Der Niedlichkeitsfaktor war hoch und die jungen Musiker bekamen ihren verdienten Applaus.

Warum die Keltics dann aber vierzig Minuten auf sich warten ließen, war nicht nachzuvollziehen und führte beim Publikum schließlich zu lauten Unmutsäußerungen. Als die Band dann endlich auf die Bühne kam, verbesserte sich die Stimmung natürlich schlagartig.

Zu den Stärken der siebenköpfigen Band gehört neben der breiten und typischen Instrumentierung der Gesang, an dem sich bis zu fünf Musiker beteiligten. Doch der Auftritt war von den beiden Frontmännern der Keltics geprägt: Der niederländische Sänger Thys Bouma brachte die fröhliche Stimmung auf die Bühne, und der Schotte Ronnie Bromhead sang nicht nur herzergreifende Balladen, sein quirliges Spiel mit der Metallflöte und seine imposanten Auftritte mit dem Dudelsack gaben dem Konzert das ein „keltisches Flair“. Beeindruckend, wie er sich bei Instrumentals wie „Toss the feathers“ trotz des hohen Tempos die Leichtigkeit bewahrte.

Es hatte schon etwas Ergreifendes, als die beiden vor der Pause die heimliche schottische Hymne „Flour of Scotland“ sangen. Doch solch ruhige Stücke hatten Seltenheitswert, denn die sieben Musiker ließen lieber der Begeisterung für ihre Musik freien Lauf, was sich durch ausgiebiges Tanzen und Toben auf und vor der Bühne bemerkbar machte. Das Publikum ging mit, und es schadet dieser Art von Musik überhaupt nicht, wenn die Musiker auf der Bühne allesamt ein bisschen „crazy“ sind.

Von Peter Bierschwale