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Celle Stadt Telefunkenstraße: Öffnung wieder in Diskussion
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Telefunkenstraße: Öffnung wieder in Diskussion
14:09 13.06.2010
Von Michael Ende
Sowohl die Linken im Stadtrat als auch die IHK fordern die Öffnung der jetzigen Sackgasse Telefunkenstraße.
Sowohl die Linken im Stadtrat als auch die IHK fordern die Öffnung der jetzigen Sackgasse Telefunkenstraße. Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

KLEIN HEHLEN. Die Stadtrats-Grünen haben es schon gefordert, und nun tun es auch die Linken: „Ich habe jetzt die beidseitige Öffnung der Telefunkenstraße beantragt“, so deren Fraktionsvorsitzender Wolf Wallat: „Spätestens mit der jetzt geplanten Ansiedlung des Roller-Möbelmarkts auf dem ehemaligen Telefunkengelände wird dieser Schritt nötig sein. So ein großes Einkaufszentrum kann man doch nicht über eine Sackgasse erschließen.“

Mit Haken und Ösen haben sich die Anwohner der Telefunkenstraße bisher gegen die Öffnung ihrer Straße gewehrt – genau so, wie sie jetzt gegen den ihrer Meinung nach überdimensionierten Möbelmarkt ins Feld ziehen. Mit seiner unpopulären Forderung steht Wallat nicht allein da: Auch Uwe-Peter Becker, Leiter der Geschäftsstelle Celle der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg fordert, eine Aufhebung der Sackgassenregelung zu erwägen: „Die Erweiterung des Angebots um einen Möbel-Abhol-Markt bedingt eine Prüfung der verkehrlichen Anbindung. Bei einem hohen Verständnis für die Belange der betroffenen Anwohner sehen wir Bedarf für eine erneute Prüfung der Erreichbarkeit der dort angesiedelten Unternehmen aus Richtung Innenstadt/Biermannstraße.“ Hier an eine Anbindung gedacht werden, so Becker: „Ein Nachtfahrverbot oder eine Einschränkung für den Lieferverkehr könnte den berechtigten Interessen der Anwohner entgegenkommen. Die Einleitung des Verkehrs an der südwestlichen Grenze des Geländes müsste jedoch schon in den aktuellen Planungen berücksichtigt werden.“

Die Stadt denke derzeit nicht daran, die Straße zu öffnen, sagt dagegen Stadtplaner Wolfgang Schucht: „Dann bestünde die Gefahr, dass die Straße generell als Durchstich zum Wilhelm-Heinichen-Ring genutzt würde.“ Autofahrer sollten auch weiterhin einen rund 700 Meter langen Umweg in Kauf nehmen.