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Celle Stadt Stinkbombe-Angriff an Axel-Bruns-Schule in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stinkbombe-Angriff an Axel-Bruns-Schule in Celle
17:01 21.12.2015
Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Aus einem Schülerstreich ist gestern Morgen ernst geworden. An der Axel-Bruns-Schule verteilte eine noch nicht ermittelte Person stinkende Flüssigkeit. Die zerbrochene Glasviole lag im Eingangsbereich, nahe der Hausmeister-Loge. Unter den Schülern machte das Gerücht die Runde, es handele sich um einen Chemieangriff. Auch die Polizei wollte auf Nummer sicher gehen und rief die Feuerwehr. Daraufhin wurde der komplette Eingang gesperrt. Die Helfer fuhren gleich mit sechs Fahrzeugen vor und rückten im Chemikalienschutzanzug in das Gebäude ein. Laut Feuerwehr wurde "eine geringe Menge eines Stoffes" aufgenommen. Ob es sich dabei um Buttersäure handelte, ist unklar. Anschließend wurde der Bereich gelüftet.

Der stellvertretende Schulleiter Heinrich von Fintel zeigte sich gar nicht stinkig und sprach von einem "Dumme-Jungen-Streich". Er sah sogar noch das Positive hinter dem Großeinsatz: "Das war für uns quasi eine kostenlose Alarmübung. Die Schüler haben auch sehr ruhig und besonnen die Schule verlassen", sagte von Fintel. Der Unterricht wurde ab der dritten Stunde wieder fortgesetzt.

"Wir mussten trotzdem überprüfen, ob etwas aus unseren Chemie-Räumen fehlt. Aber alle Schränke sind und waren doppelt verschlossen", berichtete von Fintel.

Wenn es tatsächlich Buttersäure war, hätte es zu Veletzungen kommen können. "Reizungen der Atemwege können die Folge sein", sagte Thorsten Wallheinke, Pressesprecher der Celler Polizei. Deswegen war auch der Rettungsdienst vor Ort. Die Helfer mussten aber nicht eingreifen. "Zu den Tätern haben wir bisher noch keine Erkenntnisse", so Wallheinke. An der Glasviole waren keine Fingerabdrücke zu finden. "Wenn sich kein Schüler dadurch verrät, dass er sich vor anderen brüstet, wird man wohl den Täter nicht finden", resümiert von Fintel. Für ihn war die Stinkbombe nichts Neues: "Das ist etwas, das immer wieder vorkommt."

Von Christopher Menge und Alexander Hänjes