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Celle Stadt Standort Celle bekommt neue Rekruten-Kompanie
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Standort Celle bekommt neue Rekruten-Kompanie
17:18 22.06.2010
Von Michael Ende
Celle Stadt

„Fortlaufende Optimierung der Stationierungsplanung“ – deutschlandweit lässt diese Bundeswehr-Floskel bei Bürgermeistern, die noch über eine Kaserne in ihren Mauern verfügen, Schauer über den Rücken laufen. Denn hinter dem Wort „Optimierung“ könnte sich „Streichung“ verbergen. Umso erleichterter reagierte gestern Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD), als er von aktuellen Optimierungs-Plänen des Verteidigungsministeriums erfuhr, die Celle betreffen. „Das ist wirklich eine tolle Nachricht“, sagte Mende, dem gerade mitgeteilt worden war, dass das Wietzenbrucher Heeresflieger-Ausbildungszentrum C um 240 Männer und Frauen auf 1180 Dienstposten aufgestockt werden soll.

Es handele sich um eine Umgruppierung, die ein „Ergebnis eines intensiven Prüfungsprozesses sei, in dem sorgsam und umfassend alle relevanten Faktoren abgewogen“ seien, teilte Rüdiger Wolf, Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, Celles OB in einem Schreiben mit: „Im Organisationsbereich Heer wird die Rekrutenkompanie 4 von Bückeburg nach Celle verlegt.“ So wolle man die Liegenschaften in Bückeburg, wo sich die Lehrgruppe B der Heeresfliegerwaffenschule befindet, und in Celle, wo die Immelmann-Kaserne derzeit modernisiert werde, optimal nutzen, so Wolf. So laste man beide Standorte wirtschaftlich aus und spare Betriebskosten.

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„Das ist ein absolut positives Signal, das zeigt, das wahrgenommen wird, wie sehr wir in Celle zu unserem Standort stehen“, so Mende, der amtierender Grünkohlkommandeur der Wietzenbrucher Heeresflieger ist. „Wir sind ein ernstzunehmender und nicht gefährdeter Standort.“ Celles CDU-Bundestagsabgeordneter Henning Otte sagte auf CZ-Nachfrage, er als Mitglied des Verteidigungsausschusses habe bereits am Freitag von der geplanten Verstärkung für Celle erfahren: „Ich mache mich auf allen Ebenen für Celle stark.“ Der jetzige Schritt sei ein positives Zeichen für die Zukunft. Auch die Celler SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann freute sich über die „gute Nachricht“.